Wir sind Anna McNaught im Zuge der #AdobeStockRemix Kampagne auf Instagram begegnet und haben uns sofort in ihre atemberaubenden, surrealen Kompositionen verliebt. Also haben wir uns mit der Adobe Stock Novizin zum Gespräch getroffen, um mehr über ihre digitalen Composings, ihre Ansichten zur Welt der Stockfotografie und ihre Inspirationsquellen zu erfahren.

Hi Anna, kannst du uns etwas über dich und deinen Hintergrund erzählen?

Ich war mein ganzes Leben lang von Kunst umgeben. Mein Großvater hat als Kinderbuchillustrator gearbeitet und die meisten meiner Familienmitglieder sind in irgendeiner Weise Künstler. Es war also nur natürlich für mich, ihnen auf diesem Weg zu folgen.

Ich bin in einer kleinen Stadt in Pennsylvania aufgewachsen, und so sehr ich auch immer von dort wegwollte, so weiß ich doch, dass diese Umgebung mir starke Wurzeln, eine Verbindung zur Umwelt und ein Selbstbewusstsein gegeben hat, das sich jetzt in meiner Arbeit zeigt. Vor drei Jahren entschied ich mich, nach Los Angeles zu ziehen, um Karriere in der Modefotografie zu machen. Ich kämpfte fast ein Jahr um einen festen Job und versuchte herauszufinden, wo ich hingehöre.

Die Fotografie trat in den Hintergrund, ich trieb meine Grafikdesign-Karriere voran und fand schließlich einen Job als Grafik- und Webdesignerin. Dabei merkte ich, dass ich einen Teil von mir vernachlässigte, also kaufte ich mir eine neue Kamera, ging hinaus und fing mit dem Shooting an. In mir brannte wieder ein Licht, von dem ich geglaubt hatte, es verloren zu haben. Ich hatte total viel Spaß und stellte fest, dass ich Fotografie und Grafikdesign kombinieren und komplexe Kompositionen erschaffen konnte, die neue Länder, Träume und Ideen zum Leben erweckten. Es ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, dass ich mit diesem Arbeitsstil begonnen habe, der mein Leben komplett verändert hat.


Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Surrealismus gemischt mit traumhaften Fantasien – bunt und fröhlich.

Wo suchst du, wenn du Inspiration brauchst?

Ich bin auf Pinterest und stöbere durch die Bilder bei Adobe Stock. Manchmal entsteht schon durch das bloße Sehen eines bestimmten Bildes ein vollständiges Konzept in meinem Kopf. Manchmal, wenn ich das Gefühl habe, in eine Sackgasse geraten zu sein, möchte ich alle Verbindungen unterbrechen und zelten, wandern oder einfach nur zum Strand fahren, um in der Natur wieder aufzutanken.

Was war deine größte Herausforderung in der Designbranche?

Eine der größten Herausforderungen, die ich in der Designbranche und als Künstlerin im Allgemeinen zu bewältigen hatte, ist das Selbstwertgefühl. Ich denke, dass es einfach ist, sich mit anderen und ihrem Erfolg zu vergleichen und sich zu fragen, ob du so gut bist oder jemals so gut sein wirst. Manchmal finde ich mich selbst, wenn ich meine künstlerischen Fähigkeiten infragestelle. Ich denke, dass das Vertrauen in die eigene Arbeit mit Übung und Erfahrung einhergeht, und ich lerne das jeden Tag mehr.

Wie nimmst du Stockbilder wahr und glaubst du, dass diese Wahrnehmung sich verändert?

Ich habe immer gedacht und gesagt, dass jeder, der mit Stockfotos arbeitet, ein grundlegendes Verständnis von Fotografie haben sollte – wie Beleuchtung funktioniert und warum einige Fotos zusammenpassen und andere nicht. Ich denke definitiv, dass sich das mit der Anzahl der Digitalkünstler, die auf Instagram auftauchen, ändert. Es ist interessant, wie Künstler Stockbilder manipulieren, um etwas völlig anderes zu erschaffen. Ich denke, unsere Vorstellungskraft ist faszinierend.

Welchen Künstlern und Designern sollten wir folgen?

Mein Favorit wird immer @nois7 sein, außerdem liebe ich @frvnkyvng. Beide haben mich in den letzten Jahren sehr inspiriert und Bilder geschaffen, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe.

Welche Features von Adobe Stock gefallen dir am besten?

Ich mag die Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. Die Fotos sind atemberaubend und bieten eine große Vielfalt.

Eine meiner Lieblingsfunktionen, die ich bei der Adobe MAX gesehen, aber noch nicht ausprobiert habe, ist die Möglichkeit, ein Bild zu testen, es dann mit einem Klick zu kaufen und in der genau gleichen Position und Größe wie das Layoutbild zu platzieren. Das spart stundenlange Arbeitszeit! Ich bin mir nicht einmal sicher, ob dies aus dem Beta-Stadium heraus ist, aber ich liebe die neue Funktion “Visual Search”, bei der du Bilder benutzen kannst, um das Konzept zu finden, das du suchst, wie einen Hund auf der rechten und eine Person auf der linken Seite – und dann ein Stockbild zu finden, das genau dazu passt. Ich meine, wie cool ist das denn?!

An welchem Projekt hast du bisher am liebsten gearbeitet?

Eines meiner Lieblingsbilder war ein Selbstporträt in Joshua Tree. Ich denke, es ist mein Lieblingsprojekt, denn ich hatte die Idee im Kopf, fuhr mit meinem Verlobten nach Joshua Tree und fand den perfekten Platz an der Straße. Ich machte zwei Fotos, eines von mir im Rahmen und eines im Hintergrund und kombinierte sie in Adobe Photoshop CC. Ich liebe es, weil es einfach und spontan war, aber die größte Bedeutung für mich hat.

Welche Musik hörst du derzeit während der Arbeit?

Ich höre gern Chillstep und Jazz, zwei entgegengesetzte Seiten des Spektrums! Ich mag Chillstep, wenn ich mich in einem schöpferischen Tief befinde und stundenlang ohne Unterbrechung mit Photoshop CC verbringe, und Jazz, wenn ich mich wie an einem gemütlichen Herbsttag fühle.

Auf welche Designtrends sollten wir 2018 achten?

Ich denke, dass die Gesamtheit der digitalen Erfahrungen weiterhin wachsen wird. Auch glaube ich, dass die Art und Weise, wie wir heutzutage arbeiten, schnell und einfach ist. Ich stelle fest, dass Adobe viele Anpassungen vornimmt und die Software immer intuitiver und schneller zu bedienen ist, sodass unsere Designs und Bilder expandieren können. Wir werden in der Lage sein, ohne technische Einschränkungen kreativ zu sein.

Mehr zu Annas Arbeiten findet ihr auf ihrer Website und auf Instagram.