Von A bis Z – hier kommt der letzte Teil des Adobe Photoshop CC Alphabets des DigitalPHOTO-Magazins. Viel Spaß beim Lernen und Nachmachen!

Tiefen und Lichter

Die Funktion Bild > Korrektur > Tiefen/Lichter steht euch zwar nicht als Einstellungsebene zur Verfügung, kann einer Ebene aber per Filter > Für Smart-Filter konvertieren nichtdestruktiv zugeordnet werden. Klickt auf Weitere Optionen einblenden, um alle Regler zu sehen. Der Regler Ton bestimmt die Breite des Wirkungsgrads (also, bis wohin die Tiefen und Lichter greifen). Radius steuert den Bereich um jeden Pixel, wobei anhand der benachbarten Pixel festgelegt wird, ob ein Pixel in den Tiefen oder in den Lichtern liegt. Gelungene Einstellungen könnt ihr über die Schaltfläche Standardwerte speichern und für künftige Einsätze sichern.

Unscharf maskieren

Die beliebteste Funktion zum Schärfen findet ihr unter Filter > Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren. Die Stärke bestimmt dabei den Grad der Umsetzung, der Radius den Bereich, der um einen Pixel geschärft wird. Ein guter Anhaltspunkt ist dabei 0,2 bis 0,4 für den Radius, bei hoher Stärke. Achtet besonders auf die Augen und die Haare, die zuerst auf die Schärfung ansprechen. Der Schwellenwert regelt, wie hoch der Kontrast zwischen den Farben sein muss, bevor die Schärfung greift. So können flächige Bereiche von der Bearbeitung ausgenommen werden.

Verlaufsumsetzung kreativ einfärben

Über Ebene > Neue Einstellungsebene > Verlaufsumsetzung wird eine Funktion aktiviert, die zahlreiche Möglichkeiten bietet, um ein Foto kreativ einzufärben. Zunächst wird ein Verlauf von der Vorder- zur Hintergrundfarbe genutzt. Leicht könnt ihr über die Auswahlliste der Verläufe eine der Vorgaben zur Umsetzung einsetzen. Spannender ist allerdings der Klick auf den aktuellen Verlauf, der das Fenster Verläufe bearbeiten öffnet. Dort öffnet Doppelklick auf die Farbunterbrechung den Farbwähler. Es bietet sich meist an, für die Tiefen eine dunklere, eher kühle Farbe und für die Lichter einen warmen, etwas helleren Farbton auszuwählen. Ein Mausklick genau unter dem Verlauf ermöglicht weitere Farbunterbrechungen.

Weißabgleich der Tonwerte

Wurde ein Weißabgleich bei der Aufnahme vergessen oder lag die Kamera-Automatik daneben, so kann dies zu Farbstichen führen. Um den Weißabgleich in Photoshop CC zu korrigieren, müsst ihr die Schwarz-, Weiß- und Graupunkte im Foto finden. Erstellt dazu eine „Hilfsebene“ per Klick auf Neue Einstellungsebene > Schwellenwert, und zieht darin den Regler zur linken Seite. Setzt an der dunkelsten Stelle mit dem Farbaufnahme-Werkzeug einen Punkt. Zieht dann den Regler nach rechts, und setzt einen weiteren Punkt bei der hellsten Stelle. Damit habt ihr die Schwarz- und Weißpunkte entdeckt. Für den Graupunkt erstellt ihr eine weitere Ebene im Modus Differenz und mit 50 % Grau gefüllt unterhalb der Einstellungsebene Schwellenwert. Bewegt den Regler zur linken Seite und setzt einen Punkt. Blendet die oberen beiden Ebenen aus und wählt Neue Einstellungsebene > Tonwertkorrektur. Klickt mit den drei Pipetten Schwarzpunkt, Mitteltöne und Weißpunkt auf die jeweilige Markierung. Der Weißabgleich wurde damit umgesetzt.

X-(Cross-)Processing

Zur Simulation der Umkehrentwicklung eines Farbnegativfilms werden in Photoshop CC in erster Linie knallige Farben, starke Kontraste und grobes Korn eingesetzt. Diesen Effekt steuert ihr über eine neue Einstellungsebene > Gradationskurven. Wählt den roten Kanal an und formt eine S-Kurve. Verfahrt ebenso im grünen Kanal. Im blauen Kanal formt ihr ein umgedrehtes S. Mittels Deckkraft steuert ihr nun einfach die Stärke des Effekts.

YMCA Tastenkürzel einsetzen

Photoshop CC bietet zahlreiche Tastenkürzel. Einige davon, wie etwa Y für den Protokoll-Pinsel, M für die groben Auswahl-Werkzeuge, C für das Freistellungs-Werkzeug oder Strg/Cmd+A zum Auswählen des gesamten Dokuments sind recht kurz, andere dagegen schwieriger zu merken. Per Klick auf Bearbeiten > Tastaturbefehle und auf Zusammenfassen kann eine Liste aller Kürzel abgespeichert werden.

Zoom-Werkzeug

Z aktiviert das Zoom-Werkzeug. Ein Klick in das Dokument ruft einen Bildausschnitt groß auf. Mit gedrückter Alt-Taste könnt ihr wieder herauszoomen. Nutzt ein anderes Werkzeug, etwa zur Auswahl, so könnt ihr per Strg/Cmd+Leertaste kurz zur Lupe wechseln. Ein Doppelklick auf das Lupen-Symbol ruft die 100-%-Ansicht auf. Drückt in einer Zoomstufe die H-Taste, so kann der Ausschnitt einfach verändert werden.

Wir hoffen, ihr hattet Spaß mit dem Adobe Photoshop CC Alphabet – vielen Dank noch mal an das DigitalPHOTO-Magazin!