Man lernt nie aus! Deshalb freuen wir uns, euch heute den dritten Teil des Adobe Photoshop CC Alphabets des DigitalPHOTO-Magazins zu präsentieren. Viel Spaß beim Nachmachen!

Maskenkanten überarbeiten

Über einen Doppelklick auf eine Maske kann diese weiter optimiert werden. Im Ansichtsmodus aktiviert ihr eine der Varianten als Vorschau. Aktiviert den Pinsel Kante verbessern. Über die rechte Maustaste stellt ihr dessen Größe und Härte ein. Malt über die Haare. Mit gedrückter Alt-Taste könnt ihr Bereiche subtrahieren. Nutzt auch Kante verschieben, um den Auswahlrand einen Pixel weiter nach innen zu verschieben.

Neuer Hintergrund

Um ein freigestelltes Bildelement vor einem neuen Hintergrund zu positionieren, ist es oft wichtig, dieses an den Schärfegrad, die Farbstimmung und die Kontraste anzugleichen. Für die Farben erstellt ihr eine neue Einstellungsebene > Schwarzweiß. Stellt die Regler nach Bedarf ein und verringert dann die Deckkraft: Die Farben werden gleichmäßig entsättigt. Zum Ausgleich erstellt ihr eine Einstellungsebene > Dynamik und zieht den Regler für Dynamik nach rechts. Die Farben werden nun angeglichen.

Objektivverzeichnungen korrigieren

Der Filter Objektivkorrektur ist der Spezialist, um auch stärkere Verzeichnungen auszugleichen. Ein Bildraster dient dabei zur Orientierung. Verlaufen dessen Linien störend über dem Bildinhalt, so nutzt das Raster-verschieben-Werkzeug zur Neupositionierung. Mit dem Gerade-ausrichten-Werkzeug könnt ihr Schieflagen korrigieren. Zieht dazu eine Linie entlang des Horizonts. Nutzt das Verzerrung-entfernen-Werkzeug, indem ihr damit zur Bildmitte hin- oder von dieser wegzieht. Wer die Eingabe über Regler bevorzugt, wechselt auf der rechten Seite zu Benutzerdefiniert und kann jetzt nicht nur die Verzerrung korrigieren, sondern auch gleich chromatische Aberrationen oder eine Vignettierung reduzieren. Auch die Regler zur vertikalen und horizontalen Perspektive sind nun verfügbar. Auf diese Weise lässt sich intuitiv eine Vielzahl an Verzerrungen korrigieren.

Perspektive anpassen

Über Bearbeiten > Perspektivische Verformung kann in geführten Schritten die Perspektive korrigiert werden. Klickt in das Dokument und setzt die Eckpunkte entlang der gegebenen Perspektive. Benötigt ihr noch ein zweites Raster, etwa entlang einer weiteren Flucht, so klickt ein weiteres Mal ins Dokument und setzt die entsprechenden Eckpunkte. Bestätigt über die Eingabetaste und verschiebt die Verformungspunkte, um die Perspektive zu bearbeiten. Bestätigt eure Anpassungen erneut mit der Eingabetaste. Probiert unbedingt auch einmal die Schaltflächen zum automatischen Verformen in der oberen Optionsleiste aus.

Quick Mask Maskierungsmodus

Über die Taste Q wird der Maskierungsmodus aufgerufen – eine Alternative zum Auswählen. Ein Doppelklick auf das Icon des Maskierungsmodus in der Werkzeugleiste ruft dessen Dialog auf, in dem ihr festlegt, ob aufgetragene Farbe für maskierte oder ausgewählte Bereiche stehen soll. Auch könnt ihr die Farbe zum Abdecken und die entsprechende Deckkraft definieren. Malt mit einem schwarzen Pinsel über die Bereiche, die nicht selektiert werden sollen. Mit der Taste Q wechselt ihr zurück zum normalen Modus.

Rauschen reduzieren

Gerade bei Fotos, die mit einem hohen ISO-Wert aufgenommen wurden, kommt es schnell zu unansehnlichem Rauschen im Bild. Um dieses zu reduzieren, kopiert ihr die Hintergrund¬ebene per Strg/Cmd+J und geht auf Filter > Rauschfilter > Rauschen reduzieren. Setzt alle Werte auf 0 und setzt die Stärke auf einen Wert, der das Rauschen sichtbar reduziert. Verstärkt dann Details erhalten, um Unschärfen abzuschwächen. Durch Klicken in die Vorschau seht ihr die Vorher-Ansicht. Chromatisches Rauschen wird über den Regler Farbrauschen reduzieren abgeschwächt. Details scharfzeichnen ist dezent einzusetzen, da damit allzu leicht das vorab abgeschwächte Rauschen wieder mitgeschärft wird. Der Weichzeichnungsfilter > Matter machen kann bei Eingabe sehr kleiner Werte die Rauschreduzierung zusätzlich unterstützen.

Staub und Flecken retuschieren

Liegen Staub und Flecken über der gesamten Aufnahme, so ist es oft mühselig, diese manuell zu retuschieren. Die Reparatur- oder Bereichsreparaturpinsel sind zwar die passenden Werkzeuge, doch der Zeitaufwand ist enorm. Eine gute Alternative findet ihr unter Filter > Rauschfilter > Staub und Kratzer. Setzt Ansicht auf 100 % und dann den Schwellenwert auf 0 Stufen, um zunächst alle Pixel in die Bearbeitung einzuschließen. Erhöht den Radius bis zu dem Punkt, bei dem Staub und Flecken reduziert werden, aber noch keine Unschärfe entsteht. Verstärkt langsam den Schwellenwert, bis immer noch die erwünschte Wirkung zu sehen ist, wichtige Bilddetails jedoch unberührt bleiben. Als Smart-Filter angewendet habt ihr zudem den Vorteil, direkt in der Maske bestimmen zu können, wo sich der Effekt nicht oder nur abgeschwächt auswirken soll. Malt dazu mit einem Pinsel mit schwarzer Vordergrundfarbe und reduzierter Deckkraft über die entsprechenden Bereiche. So spart ihr zum Beispiel Augen und andere feinstrukturierte Elemente aus.

Der vierte und letzte Teil der Serie folgt nächste Woche. Bleibt dran!