Weiter geht es mit dem ABC der wichtigsten Features in Adobe Photoshop CC, das wir euch in Kooperation mit dem DigitalPHOTO-Magazin präsentieren dürfen!

Gradationskurven kreativ einsetzen

Neben der Optimierung der Helligkeitswerte und Kontraste eignen sich Gradationskurven auch dazu, kreative Bildstile umzusetzen. Besonders klassische Vintage-Effekte sind damit leicht möglich. Eine Variante möchten wir euch hier vorstellen: Geht im Menü auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Gradationskurven. Wechselt dort in den Kanal Rot. Setzt einen Kontrollpunkt an der ersten Schnittstelle in der unteren, linken Ecke, und zieht diesen etwas nach rechts. Wechselt in den Kanal Grün und formt eine leichte S-Kurve, um die Lichter einzufärben. Wechselt nun in den Kanal Blau und zieht den Punkt der linken, unteren Ecke etwas nach oben. Damit werden die Tiefen blau eingefärbt. Auf diese Weise lassen sich zahlreiche Looks umsetzen.


© Carsten Mohr / onemohr.net

Hauttöne verbessern

Um Hauttöne gezielt zu optimieren, geht im Menü auf Auswahl > Farbbereich. Wählt unter Auswahl Hauttöne aus und nutzt den Regler Toleranz, um diese feiner zu justieren. Nach dem Bestätigen wird eine Auswahl sichtbar. Nutzt diese, indem ihr eine neue Einstellungsebene > Farbton/Sättigung erstellt. Die Auswahl wurde als Maske umgesetzt. Nehmt eine zweite Auswahl vor, indem ihr erst die Rottöne, dann die Gelbtöne bearbeitet, bis ihr mit den Hauttönen zufrieden seid. Die Maske könnt ihr noch manuell optimieren sowie die Einstellung Deckkraft nutzen, um den Effekt abzuschwächen.

Invertieren leicht gemacht

Wer viel mit Masken arbeitet, wird sich freuen, diese bei Bedarf schnell umkehren zu können. So kann einerseits das ausgewählte Bildelement bearbeitet, andererseits auch schnell auf den Hintergrund zugegriffen werden. Drückt einfach Strg+I innerhalb der Maske, um diese umzukehren. Wer lieber mit Selektionen arbeitet und diese umkehren möchte, nutzt Auswahl > Auswahl umkehren oder das Tastenkürzel Umschalt+Strg/Cmd+I. Oft ist es auch leichter, zunächst den Hintergrund zu selektieren und anschließend die Auswahl umzukehren. Generell kann aus einer Maske auch wieder eine Auswahl geladen werden, indem die Maskenminiatur bei gehaltener Strg-Taste angeklickt wird.

JPEG oder RAW?

Auch wenn sich Camera Raw als Filter auf ein JPEG anwenden lässt, bleibt RAW die erste Wahl für Fotografen. Die Bildinformationen werden unbearbeitet und unkomprimiert auf der Speicherkarte abgelegt. Bei einem JPEG werden alle gewählten Kameraeinstellungen bereits auf das Foto angewendet und „überflüssige“ Informationen verworfen. In Sachen Bildqualität kann ein JPEG also nicht einer RAW-Datei das Wasser reichen: RAWs bieten einen größeren Dynamikumfang und mehr Farbtiefe – und sind deshalb in der Nachbearbeitung mit Photoshop CC weitaus flexibler, ohne dabei Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen.

Klarheit und Bildkontrast

Photoshop CC bietet in den Korrekturen zahlreiche Optionen zur Steuerung des Kontrasts. Eine bewährte Reihenfolge ist es, zunächst die Tonwertkorrektur zu nutzen. Dabei setzt ihr die Regler der Lichter und Tiefen auf die Positionen, die im Histogramm den Anfang und das Ende der „Hügellandschaft“ festlegen. Es folgen die Gradationskurven, in denen ihr einen Punkt in die Mitte setzt, um diesen nach oben oder unten zu ziehen, um das Bild aufzuhellen oder abzudunkeln. Mit einem zweiten Kontrollpunkt links unten formt ihr eine S-Kurve. Im Camera Raw-Filter erhöht ihr anschließend die Klarheit.

Luminanzmasken richtig einsetzen

Wählt in den Kanälen die Kanal¬miniaturen aller RGB-Kanäle aus. Photoshop CC erzeugt eine Auswahl aus den hellsten Bereichen des Fotos. Klickt unten auf die Schaltfläche Auswahl als Kanal speichern. Klickt mit gedrückter Um¬schalt+Strg/Cmd+Alt-Tasten¬kombi-nation auf die Kanalminiatur des neu erstellten Kanals. Die Spitzlichter bleiben nun bestehen. Klickt erneut auf Auswahl als Kanal speichern. Wiederholt den Vorgang auch bei diesem Kanal. So stehen euch drei Stufen der Lichter zur Verfügung – und damit eine weitaus genauere und feiner zugeschnittene Option zur Bearbeitung. Werden die Masken invertiert, erhaltet ihr schnell Zugriff auf die Tiefen.

Nächste Woche folgt an dieser Stelle Teil 3. Bis dann!