Wer leidenschaftlich fotografiert, will auch die besten Ergebnisse liefern – und dazu gehört natürlich auch die optimale Nachbearbeitung. Das DigitalPHOTO-Magazin hat einen Blick auf Adobe Photoshop CC geworfen und das ABC der wichtigsten Werkzeuge und Funktionen zusammengestellt. Wir freuen uns, euch diesen hilfreichen Ratgeber in vier Folgen präsentieren zu dürfen!

Aufnahmeserien im Stapel

Um eine Aufnahmeserie zu bearbeiten, klickt zunächst auf Datei > Skripten > Dateien in Stapel laden. Wählt die gewünschten Fotos aus und bestätigt den Vorgang. Nach Auswahl > Alle Ebenen geht auf Bearbeiten > Ebenen automatisch ausrichten. Wählt Auto, und bestätigt mit OK. Geht auf Ebene > Smartobjekte > In Smartobjekt konvertieren und dann auf Ebene > Smartobjekte > Stapelmodus. Zur Rauschreduzierung nutzt Median oder Mittelwert. Das Ergebnis ist ein kombiniertes Bild, das die gleiche Größe wie der ursprüngliche Bildstapel hat. Mit einer Maske legt ihr fest, auf welche Bildbereiche sich der Effekt auswirken soll. Dabei liegt das Ergebnis über einer der Originalaufnahmen.

Bildausschnitt festlegen

Bei aktiviertem Freistellungswerkzeug könnt ihr in der Optionsleiste entscheiden, ob außerhalb liegende Pixel gelöscht werden oder nicht. Soll der Ausschnitt eventuell später noch korrigiert werden, ist es besser, außerhalb des Dokuments liegende Bereiche nicht abzuschneiden. Um den Bildausschnitt zu drehen, geht ihr mit dem Mauszeiger etwas außerhalb des gewählten Bildausschnitts – er zeigt nun das entsprechende Drehsymbol an. Möchtet ihr ein Bild gerade ausrichten, aktiviert in der Optionsleiste das Werkzeug mit dem Wasserwaagen-Symbol und zieht eine Linie entlang des Horizonts. Per Doppelklick in das Dokument bestätigt ihr die Freistellung.

Camera Raw zur Basiskorrektur

Unabhängig davon, ob als Ausgangsmaterial RAW- oder JPEG-Dateien vorliegen: Die Grundoptimierung nehmt ihr in Camera Raw vor. Hier sind nicht nur alle Funktionen zur Basiskorrektur eurer Bilder vereint, sondern auch so manche in Photoshop CC nicht enthaltene, wie etwa Farbtemperatur, Klarheit oder HSL-Farbkorrektur. Die Reihenfolge der Grundeinstellungen ist in der Benutzeroberfläche von oben nach unten logisch aufgebaut – vom Weißabgleich über die Helligkeits- und Kontrast-Optimierung bis hin zu Farbanpassungen.

Dunst aus Bildern effektiv entfernen

Ein erster Schritt, um graue Schleier von Dunst und Nebel zu verringern, führt über Bild > Korrekturen > Tonwertkorrektur. Werden bei der Tonwertspreizung die Regler links und rechts bis zum Ansatz der Histogrammkurven gezogen, so wird oft schon der Nebel verringert. Bei stärkerem Dunst wählt im Menü Filter > Camera Raw-Filter und dort den Bereich Effekte. Nutzt den Regler Dunst entfernen, um mehr Details im Bild herauszuarbeiten.

Ebenen im Griff

Besonders bei Bildkompositionen mit vielen Ebenen ist es wichtig, nicht den Überblick zu verlieren. Das fängt mit passenden Bezeichnungen an, denn nichts ist verwirrender, als Namen wie „Ebene 12 Kopie 3“. Die Beschriftung erfolgt per Doppelklick auf den Ebenennamen. Dann funktioniert auch der folgende Trick: Ist das Verschieben-Werkzeug aktiviert, so genügt ein Rechtsklick auf ein Bildelement, um zu sehen, welche Ebenen an genau dieser Position vorliegen. Mit der richtigen Bezeichnung fällt die Auswahl dann leicht. Ein Klick auf den Namen in der Liste aktiviert die entsprechende Ebene. Per Rechts¬¬klick auf das Augensymbol könnt ihr den Ebenen sogar Farben zuweisen. Sollen Ebenen zu einer Gruppe zusammengefasst werden, so wählt diese mit gedrückter Strg/Cmd-Taste aus und nutzt das Tastenkürzel Strg/Cmd+G. Auch die Gruppen sollten aussagekräftige Namen erhalten.

Farbsättigung und Dynamik

Farben werden in Photoshop CC über Bild > Korrekturen > Dynamik verstärkt. Der Regler für die Sättigung stärkt oder schwächt die Farben gleichmäßig ab. Der Dynamik-Regler greift bevorzugt auf schwach gesättigte Farben zu (beim Verstärken) bzw. auf die schon stark gesättigten Farbtöne (beim Abschwächen). Im Zusammenspiel können die Farben so zum Leuchten gebracht werden. Oft sind es jedoch einzelne Farben, die separat geregelt werden sollen. Dann bietet sich die Funktion Korrektur > Farbton/Sättigung an. Statt Standard wählt aus dem Drop-down-Menü einen der Farbbereiche wie Rot-, Gelb-, Blau- oder Grüntöne aus. Pro Farbbereich stehen euch die gewohnten Regler Farbton, Sättigung und Helligkeit zur Verfügung. Bei dieser Funktion unterscheidet Photoshop CC sechs Farbbereiche. In Camera Raw hingegen findet ihr unter HSL das Spektrum in acht Farbbereiche noch etwas breiter aufgeschlüsselt.

War was für euch dabei? Nächste Woche findet ihr an dieser Stelle den nächsten Teil. Bleibt dran!