Max Muench ist wohl einer der bekanntesten deutschen Instagrammer mit Schwerpunkt Travel: Mehr als 416.000 Follower konnte er in den letzten Jahren mit seinen naturgewaltigen Travel-Shots für sich und seinen Channel gewinnen. 2016 war der 25-jährige Wahlberliner für unser Project #Disconnect in der Mongolei und ist außerdem mit seinen Aufnahmen in der Adobe Stock Premium Collection vertreten. Wir haben einmal nachgefragt, wie der erfolgreiche Sympathieträger eigentlich zur Fotografie kam und was seine Aufnahmen so besonders macht.

Max ist seit gut zweieinhalb Jahren auf Instagram aktiv. Schon nach kurzer Zeit begriff er, was in dem sozialen Netzwerk gefragt ist, perfektionierte seinen Signature Style und wurde zunehmend bekannter und erfolgreicher. Eine Entwicklung, die Max sich vor einigen Jahren nicht erträumt hatte: Kreativität spielte in seinem Leben zwar immer schon eine Rolle, aber eigentlich studierte er Music Production und komponierte Filmmusiken für verschiedene Produktionen. „Zu Weihnachten 2014 gab es einen Knackpunkt in meinem Leben und irgendwie wollte ich damals einfach raus aus der Stadt, allein sein, Natur erleben und nachdenken. So begann ich, im Harz wandern zu gehen und war in Ecken Deutschlands unterwegs, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Diese vielen Eindrücke habe ich dann mit der Kamera festgehalten. Zunächst sogar noch mit dem Smartphone“, berichtet Max vom Beginn seiner Fotografie-Karriere.

Kurz darauf kam ein alter Freund auf ihn zu, den er seit vielen Jahren nicht gesehen hatte. Dieser machte ihm den Vorschlag, gemeinsam nach Tansania zu reisen. Leicht verwundert ob dieser unerwarteten Hauruck-Aktion sagte Max sofort zu, flog nach Tansania und kam mit einer tiefen fotografischen Leidenschaft im Gepäck wieder zurück. Seither hat ihn das Reise- und Fotofieber vollends gepackt und Max verbringt längst mehr Zeit auf Reisen, um die schönsten Orte der Welt zu fotografieren, als in seiner Wohnung in Berlin.

Im Lauf der Zeit hat Max sich immer stärker spezialisiert und seine fotografischen Skills autodidaktisch weiterentwickelt. Das Smartphone kommt immer noch ab und an zum Einsatz – schließlich hat man das kleine Mobilgerät stets bei sich – die meisten seiner Aufnahmen fertigt er aber inzwischen mit professionellem Equipment an. „Bis vor zwei Jahren hatte ich absolut noch keinen Schimmer von Festbrennweiten und all solchen Dingen. Das habe ich inzwischen aufgeholt und weiß gutes Equipment wirklich sehr zu schätzen.“

Darüber hinaus hat Max in den letzten Jahren seinen einzigartigen, außergewöhnlichen Style entwickelt. Ein Motiv, welches sich wie ein roter Faden durch sein Portfolio zieht, sind unendlich weite Landschaften, in denen ein einzelner Mensch zu sehen ist: „Kleine Menschen in großer Umgebung – diese Bildkomposition mag ich irgendwie ganz besonders“, erklärt Max. Qquasi ein bisschen Caspar David Friedrich, aber weniger düster, dafür modern und ohne religiösen Firnis, mit der Botschaft, zu erkennen, wie klein der Mensch in der Natur eigentlich ist – und dass er besser mit ihr umgehen sollte.

Generell hat sich in den letzten Jahren auch vieles an seiner Arbeitsweise verändert. Längst ist er davon abgekommen mit Instagram-eigenen Filtern zu arbeiten: „Wenn ich Bilder auf dem Smartphone bearbeite, nutze ich verschiedene Apps. Inzwischen versuche ich aber noch mehr am Rechner zu machen – mit Adobe Lightroom CC funktioniert das sehr gut. Hier habe ich inzwischen meinen eigenen Workflow entwickelt, der für meine Aufnahmen sehr gut funktioniert“, berichtet Max über sein Vorgehen bei der Bildbearbeitung. „Wenn ich jedoch mit Apps arbeite, so nutze ich beispielsweise auch Lightroom Mobile, die Sync-Function erleichtert die Arbeit ungemein. Den letzten Kick macht jedoch manchmal eine ganz simple Funktion aus: das Spiegeln. Es ist verblüffend, aber manche Bilder funktionieren gespiegelt einfach viel, viel besser – sofern es sich nicht um einen touristisch bekannten Spot handelt, wie beispielsweise Moraine Lake in Canada. Die ‚Spiegeln‘-Funktion sollte man auf jeden Fall einmal ausprobieren.“

Als reisender Instagrammer wird man häufig gefragt, womit man sein Geld verdient. Max geht damit ganz offen um: „Als Fotograf produziere ich natürlich auch Content für verschiedene Brands, mache Sponsored Posts und produziere Instagram- oder Snapchat-Stories, gebe Workshops in den Bereichen Fotografie und Online-Marketing oder werde als Gastautor für andere Blogs aktiv. Seitdem ich meine Aufnahmen auch bei Adobe Stock anbiete, ist hier noch eine weitere Einnahmequelle hinzugekommen. Das Schöne ist, dass meine Bilder bei Adobe Stock auch für mich arbeiten, wenn ich zeitlich gerade ausgebucht bin – ein Selbstläufer!“

Entdeckt mehr von Max Muenchs fantastischen Fotos in seinem Adobe Stock Portfolio!