Javier Jaén (Barcelona, 1983) gehört wahrscheinlich zu den kreativsten Köpfen, die Spanien je hervorgebracht hat. Seine Arbeit ist voller Leidenschaft, der Stil bewegt sich irgendwo zwischen Illustration und Design und verwischt gerne die Grenzen zwischen den Genres.

Interessanterweise galt Jaéns größtes Interesse in jungen Jahren mehr der Akustik und der Welt des Radios als der bildenden Kunst. Außerdem hat er daran gedacht, Journalist zu werden. Schließlich verfolgte er jedoch einen anderen Weg, indem er Kunst studierte und sich schließlich ganz dem Visuellen verschrieb. Er entwickelte schon während seines Studiums seine eigentümliche und charakteristische Art der Gestaltung, indem er in seinen Projekten zwei Welten vereinte: das rein Kommunikative und das Visuelle – etwas, das auch heute noch seine Arbeit charakterisiert und besonders macht.

Die Arbeiten von Javier haben mittlerweile ein internationales Publikum gefunden. Mit seiner Leidenschaft für seine Kunst hat Javier eine wichtige Rolle in der Welt der grafischen Kommunikation eingenommen – was sich unter anderem darin zeigt, dass ein großer Teil seiner Aufträge aus den USA kommt, wo seine Illustrationen von renommierten Namen wie The New York Times, The Washington Post und National Geographic veröffentlicht werden. In Spanien ist seine Arbeit oft in nationalen Medien wie La Vanguardia und der Tageszeitung El País zu sehen. Neben diesen Illustrationen für Printmedien sind ihm seine beeindruckenden Buchcover-Designs und seine Arbeit als Lehrer an verschiedenen Designschulen wichtig.

Javier Hauptinteresse gilt der Kommunikation: Geschichten zu erzählen, Geschehnisse zu kommentieren und Menschen zum Nachdenken anzuregen. Aus diesem Grund hebt er immer wieder die Notwendigkeit hervor, jedes Projekt detailliert zu betrachten, um seine Eigenheiten zu verstehen. Seine Projekte begeistern den Betrachter und bilden gleichzeitig auch den ständigen Alarmzustand ab, in dem er sich befindet: Daher stammt seine Fähigkeit, Dinge wahrzunehmen, zu filtern und neu zu verknüpfen und somit etwas komplett Neues zu erschaffen. Alles unterliegt diesem Einfluss und ist der Grund dafür, dass seine Arbeit es immer wieder schafft, uns zu überraschen. In Kombination mit seinem intelligenten Einsatz von Humor und Ironie schafft er etwas, das den Zuschauer auf ganz bestimmte Weise erregt und erschüttert.

Seine privaten Arbeiten, die er leidenschaftlich verteidigt und von seinen Auftragswerken trennt, scheinen untrennbar mit seiner Person verbunden. Hier entdecken wir seine wirkliche Tiefe, die ihn dazu bewegt, zu experimentieren und mit seinen eigenen Grenzen zu spielen. Und interessanterweise ist es das persönliche Werk, das ihn noch mehr inspiriert und seinen Wunsch, zu erforschen und Risiken einzugehen, noch verstärkt.