Wer schon immer mal vorhatte, sich in der aufregenden Welt der Drohnenfotografie umzusehen, ist bei uns an der richtigen Adresse. Wir haben die besten Tipps eines Expertendreigestirns versammelt: unsere Fotolia by Adobe / Adobe Stock Anbieter Tobias Hägg und Ryan Longnecker sowie Colin Smith vom Photoshop Cafe, Autor des Buches The Photographer’s Guide to Drones verraten euch das Wichtigste für den Anfang.

Sinn und Zweck

Drohnenfotografie ist in der letzten Zeit zu einem sehr beliebten Genre geworden. Bevor ihr aber losgeht und euch das tollste, neueste Modell kauft, sollte euch klar sein, inwieweit eine Drohne euch beim Erreichen eurer kreativen Ziele hilft. Im Falle von Ryan erlaubt eine Drohne das Erzählen einer einzigartigen Geschichte, und das von einem einzigen Standpunkt aus. „Diese Technik hat einen schlafenden Teil meiner Künstlerseele geweckt; ich hatte das gleiche Gefühl, als ich zum ersten Mal eine Kamera in den Händen hielt“, erzählt er.

Communities helfen

Wenn Drohnen noch Neuland für euch sind, ist das Fliegen und Fotografieren aus 100 m Höhe erst einmal eine Herausforderung. Colin fand das Fotografieren aufgrund seines Design-Hintergrunds weniger problematisch, brauchte aber Hilfe auf der technischen Seite. Eine Gruppe von Freunden half ihm weiter: Er gab seine Kenntnisse in Fotografie und Bildbearbeitung weiter und bekam dafür Unterstützung beim Manövrieren von Drohnen. „Alleine hätte ich es nicht geschafft“, meint Colin.

Sicherheit geht vor

Wer lange genug mit Drohnen arbeitet, wird früher oder später mal einen Absturz verursachen. Unfälle kommen vor, deswegen achtet immer auf eure Umgebung, insbesondere, wenn Menschen in der Nähe sind.

Planung ist alles

Bei jedem Shooting ist eine gute Vorbereitung ein riesiger Vorteil, ob mit oder ohne Drohne. „Schaut euch die Fotos anderer Leute aus der gleichen Gegend an und studiert die Formen und Perspektiven“, rät Tobias. Er verwendet sogar Google Maps, um sich mit der Topographie vertraut zu machen und Farben zu antizipieren, bevor das Shooting beginnt.

Höhe als Kompositionselement

Das eigentlich Neue an Drohnen ist natürlich, dass sie Fotos und Videos aus nie gesehenen Höhen aufnehmen können. Diese Freiheit in der Vertikalen öffnet eine ganz neue Dimension der Kreativität. Ryan stellt sich bei jedem Bild die Frage: „Aus welcher Perspektive kann ich dieses Bild aufnehmen, so dass es einzigartig wird und meine Handschrift trägt?“

Eile mit Weile

Gutes Umgebungslicht liegt natürlich nicht in der Hand des Fotografen, und manchmal muss man einfach geduldig sein. Als Tobias nach Island gereist ist, um die schwarzen Strände zu fotografieren, hat er stundenlang unter einem wolkenverhangenen Himmel ausgeharrt und auf einen kurzen lichten Moment gewartet.

Zu schnelle Bewegungen können Videoaufnahmen ruinieren, daher ist es wichtig, die Drohne langsam und ruhig zu führen. Colin vergleicht das Shooting mit einem Golfspiel: Man bereitet den Schlag vor, führt ihn konzentriert aus und kehrt in die Ausgangsposition zurück. „Sei geduldig“, fügt er hinzu, „es muss nicht alles beim ersten Versuch klappen.“

Fotos wie andere auch

„Am Ende des Tages ist Drohnenfotografie auch nur Fotografie“, sagt Colin. Es gelten die gleichen Regeln in Sachen Belichtung, Komposition, Bildaufbau und Fokus. Drohnen sind, wie Kameras, ein Werkzeug, um eine kreative Vision zu realisieren.