Anna Ginsburg, Absolventin es Studiengangs Animation am Edinburgh College of Art, strahlt Talent und Kreativität aus, wo immer sie auch hingeht. Es ist fast, als wären diese Qualitäten eine Essenz, die ihre Arbeiten durchdringt, und alles, was ihren Geist passiert, zu Kunst macht.

Um die junge Animationskünstlerin zu beschreiben, sollte man bei ihrer Vielseitigkeit anfangen. Auch wenn man sie nicht auf einen bestimmen Stil festlegen kann, haben die Arbeiten der facettenreichen Filmschaffenden einen gemeinsamen Nenner: eine ungewöhnliche Nuance, die Methode und Technik kombiniert, und dabei fast immer das Technologische mit dem Handwerklichen vereint, seien es Pinselstriche in Wasserfarben, Plastiken oder Zeichnungen, die sie über digitale Bilder legt. Das beinhaltet auch 2D-Animation, 3D-Modeling, Illustration und Videoschnitt. Ginsburgs Arbeiten verbinden geometrische Details mit künstlerischen Elementen, die in das Ausgangsbild inkorporiert werden.


© Anna Ginsburg

Obwohl das Musikvideo ihre Lieblingsausdrucksform ist – zeigt es doch die Visualisierung einer Melodie als Ergänzung zum Klang –, hat Ginsburg Werke verschiedenster Art geschaffen: angefangen bei ihren eigenen Kurzfilmen über Visuals für die Opern Benvenuto Cellinis oder Konzerte von Disclosure, ein Weihnachtsvideo für die illustre Saisonkampagne von John Lewis bis zu einer Zahnpastawerbung.

Auch der Popkultur zollt sie ihren Respekt. Ginsburg bezieht ihre Inspiration aus der Kreativität von Beyoncé, David Hockney, FKA Twigs und Missy Elliot, sowie von ihren zeitgenössischen Kollegen, die all diese kreative Freiheit in ihre Werke einfließen lassen und einen fast schon rebellischen Gedanken evozieren, um ihre Neugier zu befriedigen: „Was würde passieren, wenn ich versuchte, diese Technik mit diesem Künstler in jenem Projekt zu kombinieren, um diese Botschaft zu kommunizieren? Was würde dabei herauskommen?“ Es ist genau dieser experimentelle Ansatz und das Risiko, das sie einzugehen bereit ist, das Ginsburg von anderen abhebt und zu viel mehr als nur einer Animationskünstlerin macht.


© Anna Ginsburg

Zu ihren bekanntesten Werken zählt „How Can You Swallow So Much Sleep?“ für das sie den Bafta-Preis für das beste neue Werk in der Kategorie „New Talents“ erhalten hat. Erwähnenswert ist außerdem ihre Kritik an der geringen Aufmerksamkeit, die der weiblichen Lust im Rahmen des globalen Dialogs über Sexualität geschenkt wird: in „Private Parts“.

https://www.youtube.com/watch?v=MgvBmEmtF-I

Ihr Portfolio ruft allseits Begeisterung hervor und es ist offensichtlich, dass Anna Ginsburg Animation gerne zum Fokus innerhalb der künstlerischen Disziplinen macht. Auf diese Weise drückte sie mit ihren eigenen künstlerischen Werken und Auftragsarbeiten für Kunden wie Island Records, The Welcome Trust, die BBC, Reebok und viele mehr der globalen Landschaft moderner Animation ihren kreativen Stempel auf.


© Anna Ginsburg