„Ich versuche, das moderne Leben zu malen, und diese perfekten Momente einzufangen, die in unsere Erinnerung eingebrannt sind, über die wir aber nicht miteinander reden. Jedes Bild nutzt die Gestik des Models, die Szene evoziert etwas Platonisches, ein archetypisches Konzept, eine destillierte Essenz: das, was über den Moment hinaus andauert.“

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© Matt Story – Robert Lange Studios

Schon während seines Kunststudiums in den USA und in Europa zeigte Matt Story nicht nur eine besondere Begabung dafür, die Dinge zu zeigen, wie sie wirklich sind, sondern auch für die Kunst des Hyperrealismus. Nachdem er in Los Angeles in der TV- und Filmbranche tätig war, zog Matt 2013 mit seiner Frau nach New Mexico, wo er nun täglich 12 Stunden oder mehr malt.

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© Matt Story – Robert Lange Studios

Obwohl er für seine fotorealistische Technik gelobt wurde, sagt der Künstler, dass er diesen Effekt nie erreichen wollte, der der Optik einer Kamera entspricht. Für ihn „gibt es so viel mehr zu sehen in einer Arbeit, die allein aus der menschlichen Erinnerung stammt.“

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© Matt Story – Robert Lange Studios

Hyperrealismus unterscheidet sich trotz ähnlicher ästhetischer Prinzipien durch eine emotionalere Annäherung an das Subjekt vom Fotorealismus, der, aus den 1960er Jahren stammend, eine mechanisch-präzise Repräsentation des täglichen Lebens aus der Pop Art geerbt hatte.

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© Matt Story – Robert Lange Studios

Matt Storys hyperrealistische Bilder präsentieren Déjà-vus, indem sie den Betrachter mit einer Illusion von Erinnerung konfrontieren. Das Mittel dazu ist eine weitere Illusion: die eines hochauflösenden Digitalfotos. Seine Technik – Öl auf Leinwand, dazu dünne Lasur auf fettigen Texturen – entspricht dagegen eher alten Meistern wie Tizian und Caravaggio, die zu seinen wichtigsten Inspirationsquellen gehören. Die traditionelle Arbeitsweise widerspricht in keinster Weise dem durch und durch modernen Eindruck seiner Bilder.

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© Matt Story – Robert Lange Studios