Für das zweite Paket unserer Lifestyle-Kollektion #Disconnect by Fotolia konnten wir Brice Portolano gewinnen – 2016 einer der fünf meistgesuchten französischen Fotografen im Internet. Höchste Zeit für ein Gespräch über seine Reise nach Namibia.

Brice Portolano verbindet in seinen Werken zwei Themen: seine Abenteuer, die er in der weiten Welt erlebt, und seine Reflektionen über den Menschen und die Natur. Im Jahr 2013 hat er die Pariser Hochschule Gobelins abgeschlossen, deren Schwerpunkt auf visueller Kommunikation liegt. Seitdem hat Brice für Kunden wie National Geographic Traveler, BMW, Thalys, Billabong oder die Tourismuskommission von Kanada gearbeitet. Seine Arbeiten wurden in den Magazinen und Zeitschriften wie L’Obs, VSD, Daily Mail UK, STERN und Fisheye Magazine gedruckt. Außerdem wurden sie auf der Internetseite von National Geographic veröffentlicht. Anfang 2016 hat sein vor drei Jahren begonnenes Fotoprojekt „No Signal“ fertiggestellt, außerdem ist er seit 2015 Mitglied des Hans-Lucas-Studios.

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Hallo Brice, welches Wort beschreibt dich am besten?

„Neugierig”: Ich verbringe mein Leben, indem ich mich auf Google Maps umsehe und Recherchen über alles Mögliche mache.

Wie würdest du deinen Stil definieren?

Für mich liegt meine Arbeit genau zwischen der Dokumentar- und Autorenfotografie.

Wodurch wurdest du beeinflusst? Was sind deine Inspirationsquellen?

Ich fühle mich stark von Aufnahmen angesprochen, die in Bewegung gemacht wurden; egal, ob es sich um Spielfilme oder Dokumentationen handelt. Das Kino hat mich immer sehr inspiriert, weil Kameraleute den Einfluss des Lichts in den narrativen Hintergrund des Films einfließen lassen. Es ist genau das, was ich in meinen Fotografien erreichen möchte: eine Geschichte zu erzählen und einen Mehrwert zu erzeugen, indem ich Wert auf ästhetische Elemente lege.

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Was sind für dich die wichtigsten Eigenschaften eines Fotografen?

Eine eigene Welt haben. Es gibt heute zahlreiche professionelle Fotografen auf dem Markt, aber wir alle gelangen aus unterschiedlichen Gründen zur Fotografie. Es ist interessant zu sehen, wie unsere Persönlichkeit und unsere Leidenschaften in Arbeiten zum Vorschein kommen, die ähnlich erscheinen können, aber in Wahrheit vollkommen unterschiedlich sind.

Was sind deine Projekte in den kommenden Monaten?

In einigen Tagen mache ich mich auf den Weg, um einen Auftrag für National Geographic Traveler zu erfüllen. Danach fliege ich nach England, wo ich ein Shooting für einen Bekleidungshersteller machen werde. Nachdem mein Fotoprojekt „No Signal” fertig ist, werde ich an einer Adaption arbeiten, damit es als Doku-Serie und in Buchform veröffentlicht werden kann. „No Signal” wird außerdem am 7. Juli während des Filmfestivals in Arles („Nuit de l’année – Rencontres d’Arles”) ausgestrahlt.

Warum hast du dich entschieden, für Disconnect by Fotolia zu fotografieren?

Man hat mir angeboten, ein Reiseziel für einen einwöchigen Ausflug auszuwählen, und mit kompletter künstlerischer Schaffensfreiheit zu arbeiten. Es war schwer, abzulehnen!

Kannst du uns etwas über die Kollektion verraten, die während der Reise entstanden ist?

Es handelt sich um einen improvisierten Roadtrip, in dem Begegnungen und Entdeckungen den Ton angeben.

Welche Botschaften, Emotionen oder Ideen wolltest du dabei vermitteln?

Ich wollte vor allem das Gefühl von Freiheit zum Ausdruck bringen, das man während einer solchen Reise empfindet.

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Bedeutet das Land, in dem du warst, etwas Besonderes für dich?

Nein, die Wahl fiel rein zufällig auf Namibia. Ich hatte keinerlei Bezug zu diesem Land, bis ich einige Bilder sah. Die Überraschung war unglaublich.

Hast du die Gegend schon vorher bereist und/oder dort gearbeitet?

Ich war einige Tage in Südafrika wegen eines Jobs, aber dies war die einzige Erfahrung, die ich in dieser Region gemacht habe.

Welche Ausrüstung (Material, Software usw.) bevorzugst bzw. benutzt du?

Aufgrund meiner Mobilität bin ich ziemlich minimalistisch: Ich benutze eine Canon 5D Mark III, mehrere Festbrennweiten, einen Zoom und einen MacBook Pro mit Lightroom, Photoshop und InDesign.

Hast du zusätzliche Tools benutzt oder mit anderen Mitteln für das Disconnect Projekt gearbeitet?

Ja, ich habe einen Zweifach-Telekonverter verwendet, der bei den Landschaftsfotos sehr hilfreich war.

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Kannst du in einigen Worten beschreiben, mit welcher Arbeitsmethode du vorgehst?

Ich lege großen Wert auf die Echtheit des Moments. Es ist für mich ein entscheidender Bestandteil der Geschichte eines Fotos.

Auf welche Schwierigkeiten bist du gestoßen? Waren etwa die Leute damit einverstanden, sich fotografieren zu lassen? Oder andersrum: Was hat deine Arbeit vereinfacht?

Nichts hat mich bei meiner Arbeit behindert. Clutch, die Person, die wir am Ende unseres Aufenthalts getroffen haben, war sofort bei der Sache dabei und hat sich problemlos fotografieren lassen.

Welche Erfahrung als Fotograf hast du in der Arbeit an Disconnect gemacht?

Man wachte jeden Morgen auf und wusste nicht, wo man sich abends schlafen legen würde. Ich liebe dieses Gefühl und deshalb war es sehr angenehm, komplette Freiheit bei der Arbeit zu haben, was selten der Fall ist.

Und als Mensch?

Ich bin eher jemand, der in Regionen wie Alaska, Kanada oder Skandinavien zu Hause ist … Hier wollte ich eine Welt entdecken, die anders ist als die kalten Länder. Und mein Wunsch wurde erfüllt!

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Welchen Rat würdest du zukünftigen Fotografen geben, die diese Erfahrungen ebenfalls machen möchten?

Sofort losfahren, ohne zu zögern! Und lass dich nicht aus Angst von hohen Kosten davon abhalten. Wenn man einige Abstriche macht, kann man vor Ort ziemlich gut leben und dabei weniger Geld ausgeben als wenn man in Deutschland bleiben würde.

Entdeckt die Arbeiten von Brice auf seiner Internetseite und merkt euch den 27. Mai 2016 vor, an dem Brices Kollektion für #Disconnect das Licht der Welt erblickt! Am Tag des Launchs habt ihr die Gelegenheit, 24 Stunden lang drei Fotos kostenlos herunterzuladen.