Für unsere neue Lifestyle-Kollektion Disconnect by Fotolia ist die polnische Fotografin Sonia Szóstak auf die Philippinen gereist. Kaum zurückgekehrt hat die 25-Jährige – die bereits auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken kann – hat mit uns über die Hintergründe und ihre Erlebnisse gesprochen.

Hi Sonia, kannst du dich uns kurz vorstellen?

Ich bin 25 und fotografiere seit 10 Jahren.

Welches Wort beschreibt dich am besten?

Ich hoffe, dass meine Fotos mich am besten beschreiben. Aber das Wort wäre vermutlich Authentizität. Das versuche ich in meinen Bildern auszudrücken, aber es nicht einfach, sich so kurz zu fassen, weil Menschen komplex sind.

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Erzähl uns bitte etwas über deine Ausbildung und deine Karriere.

Ich habe letztes Jahr meinen Abschluss an der National Leon Schiller Film School in Fotografie gemacht. Ich werde von mehreren Agenturen vertreten und meine Arbeiten sind in Sammlungen in Europa und den USA zu finden.

Letztes Jahr habe ich ein Buch über meine Arbeit veröffentlicht. Ich habe an vielen Projekten gearbeitet und bereite gerade eine Präsentation meiner Arbeiten für die LEICA Ausstellung bei der Fotomesse MIA in Mailand Ende April vor. Ich arbeite mit Galerien und Magazinen in der ganzen Welt zusammen.

Neben der Fotografie beschäftige ich mich noch mit Musik, Buchdesign und der Entwicklung einer Reihe von Marken.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Viel Natürlichkeit und Ehrlichkeit – ich „dokumentiere“ lieber Situationen, als dass ich sie erstelle. Ich spüre gern Authentizität in Fotografien, und ich lehne Bilder ab, auf denen die Person auf der anderen Seite des Objektivs unauthentisch wird.

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Woher stammen deine Inspirationen?

Aus meinen Reisen! Meine Eltern haben mir die ganze Welt gezeigt und ich glaube, das hatte großen Einfluss auf meine heutige Kreativität. Daneben sind es noch alte Kinofilme, Musik und Bücher. Inspiration ist überall, man muss nur die Augen öffnen und sie nutzen.

Warum hast du dich dazu entschieden, bei Disconnect by Fotolia mitzumachen?

Für mich war das ein Traumprojekt! Ich fühle mich geehrt, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, die Geschichte meiner Reise in meinem Stil zu erzählen. Ich hatte viel kreativen Freiraum, um die Geschichte zu erzählen – das bringt immer gute Resultate.


Was bedeutet Storytelling für dich?

Für mich ist das die Essenz der Fotografie, und sie ist das beste Medium für Storytelling. Das Wichtigste ist, eine interessante Geschichte zu finden, die man erzählen will – und genau das haben wir auf den Philippinen getan.

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Welche Botschaft, Ideen oder Gefühle wolltest du transportieren?

Das Wertvollste an dem Projekt ist, dass die ganzen Emotionen und Situationen echt sind. Wir haben für diese Bilder nichts arrangiert, alles, was ihr seht, ist eine Dokumentation der schönsten Momente, die wir erlebt haben.


Bedeutet das Land, das du bereist hast, etwas Besonderes für dich?

Das ist schwer zu sagen, weil ich nur einen Teil der Philippinen gesehen habe, die Insel Palawan. Aber die Philippinen sind für mich wirklich einzigartig, der Reichtum der Natur und die unglaublich freundlichen Menschen. Trotz der Schönheit dieses Landes haben die Menschen kein leichtes Leben, sie leben mit der Angst vor Taifuns, mit einigen Monaten Regenzeit, dem Monsun … Aber sie haben eine positive Einstellung, Optimismus, und sie wirken immer glücklich und lächeln.

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Inwieweit hat dich das Land für deine Arbeit inspiriert?

In erster Linie hat mich die gesamte Philosophie des Ortes, an dem wir waren, inspiriert, die TAO Permaculture Community, die ökologische Lebensart. Die Menschen auf dieser Farm denken genau über die Art und Weise nach, wie sie Ressourcen verwenden – Nahrung, Energie und andere materielle und nicht-materielle Bedürfnisse. Sie leben von der Erde, alles kommt aus der Natur, und es ist möglich, viel mehr vom Leben zu bekommen, indem man weniger verbraucht. Das ist eine gewaltige Lektion, besonders für Menschen in Ländern, die in Kapitalismus und Konsum vertieft sind. Diese Lebensform verlangt viel Arbeit und Aufwand, aber die Belohnung ist groß.

Was hat dieses Erlebnis dir persönlich gebracht?

Es war die beste berufliche Erfahrung meines Lebens.

Was ist dein bevorzugtes Equipment bei deiner Arbeit?

Ich liebe analoge Kameras, aber es ist schwer, heutzutage mit ihnen zu arbeiten, da immer alles schnell gehen muss. Ich arbeite mit meiner Canon und meiner Polaroid, aber wenn ich mehr Zeit habe, arbeite ich gern mit meinen Abzügen in der Dunkelkammer und entwickle meine Filme selbst.

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Kannst du uns deine Arbeitsmethode in wenigen Worten beschreiben?

Für mich ist es wichtig, mich in das Motiv zu versenken. Ich kümmere mich sehr um die Beziehung zu den Menschen auf meinen Bildern.

Herzlichen Dank für das Gespräch, Sonia!

Verpasst nicht den Launch des #Disconnect Packs am 27. April – Sonias Fotografien und vier exklusive Gratisdownloads warten auf euch!