Wenn man das Fotolia Portfolio von unserem Smaragd-Anbieter Bruce Rolff aufruft, ist es, als würde man eine Traumwelt betreten. Auf den ersten Blick wirken die Bilder wie normale, vertraute Landschaften, Städte und Skylines oder Portraits von Personen, doch bei genauerer Betrachtung sind verzerrte Realitäten voller Surrealismus und mysteriösen Szenarien zu sehen. Seine Bilder können konzeptuelle Ideen perfekt porträtieren – ein Thema, das schon seit Jahren extrem beliebt in der Stockbranche ist, insbesondere in der Unternehmenskommunikation.

Kannst du uns erzählen, wo du herkommst und den Weg beschreiben, der dich dazu geführt hat, deine Bilder bei Fotolia zu verkaufen?

Ich bin ein Künstler aus New Jersey, direkt außerhalb von New York City. Ich wohne mit meiner Katze Jinks zusammen. Ich gestalte schon, seit ich ein Kind bin. Ich habe damit angefangen, kleine, dreibeinige Statuen mit abnehmbaren Köpfen und kleine Modelle von ägyptischen Grabmälern anzufertigen. Später, nach vielen Komplimenten und Ermutigungen von meinem Kunstlehrer, fing ich im Teenageralter an, Metallskulpturen und minimalistische Abstraktionen auf Papier zu machen. Danach habe ich die Abstraktionen auch mit Pastellfarben und Sprühfarbe erzeugt. Ich habe hier und da den ein oder anderen Preis gewonnen und meine Bilder auf verschiedenen Kunstmessen und -festivals verkauft. Als Erwachsener habe ich außerdem begonnen, mich für Fotografie zu interessieren. Und wieder habe ich meine Fotos auf Kunstmessen verkauft und einige Preise gewonnen. Obwohl ich eine sehr introvertierte Person bin, habe ich diese Kunstmessen immer geliebt. Es war toll zu sehen und zu hören, wie andere Menschen meine Arbeiten zu schätzen wussten. Ganz besonders, wenn sie sie so gern mochten, dass sie dafür Geld bezahlt haben, um ihr Zuhause oder ihr Büro damit zu dekorieren. Schließlich habe ich dann gelernt, mit Computern und Software umzugehen, um Bilder zu erzeugen und zu manipulieren.

Mein letzter Job war bei einer großen Verlagsfirma und ich hab einige Jahre dort gearbeitet. Die Abteilung, in der ich war, musste in eine andere Stadt umziehen. Ich habe mich entschieden, nicht mitzugehen und habe meine Abfindung kassiert. An diesem Punkt habe ich beschlossen, mich kopfüber in den Mikrostock-Markt zu stürzen. Einige Jahre lang habe ich kontinuierlich daran gearbeitet, mein Portfolio aufzubauen, um damit ausreichend zu verdienen. Ich verbringe immer noch viel Zeit mit arbeiten, aber ich liebe das, was ich tue. Ich bin schon seit dem Teenageralter förmlich besessen davon, Bilder zu erschaffen. Wenn mich jemand fragt, sage ich immer, dass es der beste Job ist, den ich jemals hatte und das stimmt auch zu 100 %.

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Wie würdest du selbst deine Bilder beschreiben – findest du, dass sie einen bestimmten Wiedererkennungswert haben?

Ätherisch, konzeptuell, magisch, fantastisch, surreal, zeitgenössisch. Ja, ich denke schon, dass ich einen bestimmten Look habe, vielleicht sogar mehrere. Ich nehme an, dass sich das auch immer weiterentwickelt. Einer der Stile, den ich entwickelt habe und der auch schon von anderen übernommen wurde, ist der spirituelle, ätherische, kosmische Look, der sich durch einen Großteil meiner Arbeiten zieht.

Fantasy Chess

Was an deinen Bildern macht sie deiner Meinung nach so beliebt?

Wenn ich das Geheimnis des Erfolges in der Mikrostock-Branche nennen müsste, wäre das einfach harte Arbeit und vielleicht auch ein bisschen Besessenheit. Ach ja, und Konzepte. Aber am meisten wohl harte Arbeit. Ich denke, Vielfalt hilft auch.

Kannst du den Prozess, beschreiben, ein Bild zu erstellen – von dem Entwurf der Thematik bis hin zur technischen Arbeit?

Viele meiner Bilder entstehen auf recht organische Weise. Ich fange oft mit einer Idee an und mitten im kreativen Prozess bekomme ich Ideen für weitere Variationen davon oder komplett neue Einfälle. Es ist ein fließender Übergang von einer Idee zur nächsten. Früher war ich dafür bekannt, bis spät in die Nacht und manchmal auch bis zum nächsten Tag durchzuarbeiten. Das mache ich inzwischen nicht mehr ganz so häufig.

Mans Journey of the Soul

Folgst du auch Trends oder hängt das Thema deiner Bilder mehr davon ab, was sich vorher gut verkauft hat?

Meistens ist es eher keines von beidem. Mir sind zwar viele Trends bewusst, und dem einen oder anderen folge ich vielleicht auch, aber im Wesentlichen tue ich das nicht. Ich will einfach machen, was mich persönlich interessiert und berührt. Oft gibt es für mich ein „Was wäre wenn?“ während des kreativen Prozesses. Manchmal decken sich meine Arbeiten mit aktuellen Trends, manchmal aber auch nicht. Manchmal arbeite ich auch an eher kommerziellen Werken, aber normalerweise verwandeln sie sich in etwas, das meinem persönlichen Stil entspricht.

Finger Print Barcode

Hast du dennoch gewisse Trend-Prognosen für den Stockmarkt für 2016?

Ich hoffe, dass die Branche weiter wächst und dass jeder Anbieter mehr verdienen kann. In der Realität wird es auf dem Markt eher härter. Trotzdem setze ich große Hoffnungen in die Partnerschaft von Fotolia und Adobe. Ich habe seitdem einen Anstieg meiner Verkäufe beobachtet.

Meiner Erfahrung funktioniert das Ganze wie ein Pendel. Vor einigen Jahren war der Grunge-Look angesagt, heutzutage ist alles leicht und luftig. Das Pendel schwingt von der einen Seite zur anderen.

Mind Power

Welche Bilder aus deinem Portfolio verkaufen sich gut und für welche Zwecke werden sie deiner Ansicht nach gekauft?

Ich würde sagen, dass meine konzeptuellen 3D-Bilder sich am besten verkaufen. Ich habe meine Bilder schon auf Buchtiteln, CD-Covern und natürlich auf Websites gesehen. Eines meiner Bilder wurde als Titelbild für einen Kunstwettbewerb genutzt. Das war eine meiner liebsten Verwendungen. Sonst weiß ich nicht genau, was damit passiert. Es ist einfach schön, dass die Leute meine Bilder mögen und nützlich finden. Und bezahlt werde ich dafür ja auch.

Welche Werkzeuge/Programme benutzt du, um deine Bilder zu erstellen?

Ich nutze viele Programme und bin immer auf der Suche nach neuen. Mein meistgenutztes Tool ist Photoshop. Zusätzlich benutze ich auch noch einige 3D-Programme. Fraktale Programme, Software zum Malen und ein verstecktes Prachtstück, das nicht allzu bekannt ist, eine Software namens Art Rage. Ich bin sogar schon an dem Punkt gewesen, an dem ich auch kleine Programmierungen mit etwas, was sich Processing nennt, vorgenommen habe, um einzelne Elemente für meine Bilder zu erstellen. Ich bin ständig am Entdecken und Ausprobieren und versuche, möglichst unkonventionell zu denken und Programme auf eine Weise benutzen, welche die Entwickler nicht vorgesehen haben. Ich habe früher immer dimensionale Bilder in Photoshop erzeugt. Viele Leute dachten, dass ich dafür 3D-Software benutzt hätte. Zu dieser Zeit mochte ich es, eher realistisch texturierte 3D-Objekte in Photoshop zu erstellen.

Hast du ein Lieblingsbild in deinem Portfolio? Und wenn ja, welches und warum?

Wenn ich mir eines aussuchen müsste, würde ich wahrscheinlich das Titelbild der Kunstausstellung wählen. Es ist düster und hat eine tiefere Bedeutung. Es zeigt die Form eines Herzens, welches aus der amerikanischen Flagge besteht. Es ist eines der dreidimensionalen Stücke, die ich in Photoshop erstellt habe, und es ist aus Puzzleteilen zusammengesetzt. Einige Puzzlestücke fehlen und sind an den Seiten angeschnitten. Es hat eine kräfitge, schäbige Textur.

Vielen Dank für das Gespräch, Bruce!

Mehr von Bruce Rolffs Arbeiten findet ihr in seinem Fotolia Portfolio und auf seiner Facebook-Seite.