Uschi Hering
Man geht nicht mehr ohne. Frau auch nicht.
Erst hat das Internet mein Leben verändert, dann die Digitalfotografie. Ich habe ja schon immer gerne fotografiert, aber analog mit weniger Spaß und Ausdauer. Hohe Kosten und lange Zeiten, bis man das Bild in den Händen halten konnte, haben dazu geführt, dass so mancher Film in der Kamera ein unentwickeltes Dasein fristen musste. Eines schönen Tages aber hielt ich die erste Sony mit Schwenkobjektiv (die F707er) in den Händen und die musste es sein. Auf der Stelle. Was sind da gleich für Schüsse entstanden! Die Leute, die ich fotografierte, merkten garnicht, wie ihnen geschah. Die "Hüftschüsse" machten unbeobachtete Momente sichtbar. Und meine "Models" erkannten sich als in ihrer Persönlichkeit wahrgenommen - eben getroffen. High noon in Digitalien - das hat mich sehr motiviert.
Seither gehe ich kaum noch ohne. Nichts und niemand ist vor mir sicher. Selbst mein Schlachter musste schon dran glauben hinter seiner appetitlichen Wursttheke. Die Kassiererin auch.
Digital zu fotografieren ist einfach ein Erlebnis. Jedesmal aufs Neue. Man ist unterwegs, sieht, nimmt wahr, drückt ab und bringt den Schatz mit nach Hause. Kamera dran an den Rechner und dann gleich staunen, was der Ausflug gebracht hat. Manchmal ertappe ich mich dabei, mir vorzustellen, wie ein Motiv in einem anderen Licht, im Nebel oder ohne Wolken ausschauen könnte, notiere auf einer Landkarte die Stelle und kehre später zurück. Die Auseinandersetzung mit den Motiven lässt mich den wunderschönen Landstrich, in dem ich lebe (Angeln zwischen Flensburger Förde und Schlei) ungewöhnlich intensiv erleben, zu jeder Jahreszeit. Sobald die Sonne herauskommt und imposante Wolkenberge am Himmel ziehen, hält mich kaum noch etwas hinterm Rechner. Arbeiten kann man schließlich auch nachts. Ich denke, ich habe durch die Fotografie ein anderes Verhältnis zu meiner Umwelt gewonnen. Zu Menschen, Tieren und Pflanzen wie zu Landschaften. Wir haben uns miteinander angefreundet und schenken uns schöne Momente. Dafür danke ich allen und natürlich auch jenen, denen meine Fotos so gut gefallen, dass sie sie kaufen.
Equipment
Ich bin ein treuer Equipment-Purist. Mit der Schwenkobjektiv-Sony hat alles angefangen und bei der Schwenkobjektiv-Sony bin ich heute noch. Jetzt eben die F828 mit 8 Millionen Pixel. Ja, sie hat ihre Macken. Ja, es rauscht im Gehäuse. Aber dagegen gibt es Software. Und ja, sie ist um einiges schwerer als die handliche Kleine, mit der alles begann. Leider. Aber meine Liebe zur chronischen Begleiterin ist ungebrochen, dem Schwenkobjektiv sei Dank. Sie hat im Laufe der Zeit etwas Peripherie dazubekommen, aber alles im Rahmen. Ich möchte keine technischen Schlachten schlagen, sondern schön spontan bleiben. Und das ermöglicht mir im Kern die Kamera.
Fotolia
Der Microstockmarkt mischt den Fotomarkt kräftig auf. Und nicht nur den. Medien und ihre Zulieferer bekommen plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Projekte, die noch vor einigen Jahren am hohen Anteil an Fotokosten scheitern mussten, lassen sich jetzt realisieren. Das freut mich, die ich als Konzeptionerin für kleinere und mittlere Unternehmen tätig bin, ganz besonders. Endlich sind Bilder für alle da. Und auf Fotolia lässt sich prima suchen, schnell finden und unkompliziert kaufen. So muss das sein. Positiv überrascht hat mich neulich die Kooperation mit 1&1. Als Schlund-Kundin konnte ich sehen, wie die hinter den Kulissen funktioniert. Damit ist Fotolia sicherlich strategisch klug vorgegangen und erschließt sich gezielt einen Kundenkreis, der die Transfers beschleunigt. Uns allen viel Erfolg!
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Lieblingsbilder
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Natur: Das Normale ist manchmal so ungewöhnlich. Es ist nur eine Frage, aus welcher Perspektive man es betrachtet.
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People: Je unbeobachteter sich der Mensch fühlt, desto mehr gibt er von sich preis.
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Tiere: Wenn man ein bisschen mit ihnen kommuniziert, fühlen sie sich geschmeichelt und posieren gerne.