Michael Osterrieder
Unser Stockstar dieser Woche ist gar kein Fotograf. Michael Osterrieder lässt im Computer ganze Welten entstehen. Seine Bilder sind vollkommen synthetisch, aus Polygonen zusammengesetzt und in 3D-Modelling-Programmen gerendert. Gerändert sind morgens seine Augen bestimmt auch, denn seinen perfekten 3D-Modellen sieht man an, dass in ihnen sehr viel Arbeit steckt. Deshalb hat er uns vermutlich auch kein Foto von sich geschickt, sondern diese Grafik. Herr Osterrieder schreibt:
Die erste 3D-Software die ich nutzte war eine aus Langeweile installierte Demoversion von Cinema4D XL R6, angeboten auf irgendeiner Heft-CD eines Computermagazins. Seither begeistert mich die Möglichkeit, Inhalte aus nichts Anderem als der eigenen Vorstellung zu erschaffen. Gerade da ich mich selbst nicht als sonderlich talentiert bezeichnen würde, ist es jedesmal eine neue Herausforderung zu versuchen, eine Vorstellung in Polygone umzusetzen. Dabei ist es mir wichtig, stets eine hohe technische Qualität zu wahren. Schließlich entscheidet nicht nur das Compositing einer Grafik über die Nutzbarkeit der Datei sondern auch die Umsetzung im Rendering, z.B. bezüglich Antialiasing, Splotches, Irradiance Rate und Reflektionstiefe. Die Möglichkeiten, die heute mit aktueller 3D-Software geboten werden, sind nahezu unbeschränkt. Oftmals ist es keine echte Inspiration, die mich an einem Konzept arbeiten lässt, sondern vielmehr der schiere Versuch des Machbaren, die Neugier darauf, wie sich die Parameter der Lichteinstellungen wohl auf eine Szene auswirken werden oder das Spiel mit prozeduralen Texturen.
Equipment
Ein Powermac G5 Dual, zwei Pentium D Rechner als Renderer. Modelling in letzter Zeit primär in Modo und Lightwave.
Fotolia
Fotolia überzeugte mich durch die professionelle Umsetzung eines eigenständigen Bildagenturkonzepts. Speziell die weitgehende Internationalisierung und die Breite des Angebots machen Fotolia für mich sehr interessant.
Lieblingsbilder
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Klassische Scifi Szene. Test mit verschiedenen Lichtformen und Quellen
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Entstanden während einer Zigarettenpause. Das Rendering dauerte
allerdings mehrere Tage...
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Hier ging es primär um das Modelling und die Machbarkeit diese Menge an HighPoly Modellen in einer Szene unterzubringen.
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