Michael Neuhauß
Diese Woche erwischt es einen unserer stärksten Forums-Fighter : Meikel "die Lokomotive" Neuhauß. Meikel meistert neben seinem großen technischen Know-How auch futuristische bzw. fantastische Ballspiele und bringt eine ordentliche Porton Berliner Humor mit. Er schreibt:
Zu meiner Person: Geboren bin ich in Berlin genau ein halbes Jahr vor dem Bau der Mauer. Liebe Freunde behaupten, das wäre der Anlass für den Mauerbau gewesen ;-) Das Interesse am Fotografieren habe ich von meinem Vater geerbt. Richtig infiziert wurde ich mit dem Virus, als er auf eine Leica umstieg und mir seine alte Spiegelreflexkamera vermachte, eine Minolta SRT 303 und einige Objektive dazu. Jetzt gab es doch viel mehr Möglichkeiten als mit der guck-durch-und-klick von Fotoquelle, mit der ich im Rahmen meiner bescheidenen Taschengeldmittel auch vor über 35 Jahren schon Berlin unsicher gemacht habe. Hier in Berlin gibt es auch beinahe täglich etwas Neues zu entdecken. Auch kann ich hier ganz aktuell (Gemeint ist die kurz bevorstehende Eröffnung des neuen Lehrter Bahnhofs oder auch „Berlin-Hauptbahnhof“ Ende Mai 2006) ein Hobby mit dem andere verknüpfen, indem ich Eisenbahnen fotografiere. Ansonsten gilt es einfach, die Welt mit offenen Augen und auch mal aus anderer Perspektive zu betrachten. Und in der Fotografie darf die Welt ruhig auch mal schwarz-weiß sein. In einer Fotozeitschrift hatte ich den Satz „Farbfotos sind geschwätzig“ gelesen, ich weiß leider nicht mehr, welcher bekannte Fotograf zitiert wurde. Ich schmunzelte über diesen Satz und tat ihn als Satz von jemandem ab, der wohl den Anschluss an die moderne Zeit verpasst hat. Kurze Zeit später entdeckte ich die alten Negative aus meiner Schülerzeit wieder, natürlich damals aus Kostengründen (s.o.) in schwarz-weiß, Fotos aus dem Berlin der 70er Jahre. Als ich diese Negative eingescannt und mich näher damit beschäftigt hatte, fiel mir dieser Satz wieder ein und ich musste dem Verfasser dieses Satzes Abbitte tun. Er hat Recht, viele Fotos wirken auf mich in s/w interessanter. Seitdem ist die digitale Schwarz-Weiß-Fotographie ein Hobby im Hobby.
Klasse ist natürlich auch, dass die beste Ehefrau von allen das Hobby Fotografieren teilt. So entstehen immer mal wieder neue Ideen, andere Blickwinkel oder überraschende Ergebnisse vollkommen unterschiedlicher Sichtweisen von einem bestimmten Motiv. Sehr viel Spaß macht es auch, wenn man sieht, dass sich die Kinder von Freunden auch mit der Fotografie beschäftigen und geduldig (!) zuhören, wenn ihnen etwas erklärt wird. Dann borgen sie sich mal eben „kurz“ die Kamera aus und Stunden später werden dann durchaus beachtliche Ergebnisse präsentiert, bei denen man sieht, dass die Erklärungen umgesetzt wurden.
Equipment
Die bereits erwähnte Minolta SRT 303 habe ich heute noch, auch noch gelegentlich in Betrieb, da lediglich der interne Belichtungsmesser seinen Geist aufgegeben hat. Das ist so richtig „back to the roots“, mit separatem Belichtungsmesser, ohne Autofokus und Motor. Mir macht ab und an ein Ausflug in die „Steinzeit“ der Fotografie einen riesigen Spaß. Dazu gibt es eine analoge Minolta Dynax 5 und seit kurzem eine digitale Minolta Dynax 5D mit 2 Objektiven (18-75 mm sowie 80 - 300 mm). Für mal eben zwischendurch gibt es noch eine kleine Olympus UZ 700. Dazu das übliche verdächtige Zubehör wie Blitz und Stative. Und auch nicht zu ersetzen: Das kleine Fotofachgeschäft, wo man für meine Fragen, Probleme und Ideen immer ein offenes Ohr und auch schon mal ein bisschen Technik übers Wochenende zum Ausprobieren hat und dessen Preise immer unter denen der Elektro“fach“märkte und fast immer auch unter denen der Internetversender liegen.
Fotolia
Am Anfang stand wie immer eine Idee, die - ich gebe es zu - meine Frau hatte, nämlich ihre tollen Blumenfotos auch außerhalb des Freundeskreises zu präsentieren. Von dieser Idee angesteckt, begann das Forschen im Internet - und dort ist mir die zu jenem Zeitpunkt noch sehr junge Plattform "Fotolia" aufgefallen, deren Konzept ich wie viele andere „Fotografen der Woche“ auch sehr überzeugend fand und finde. Unkompliziert direkt vom Fotografen zum Kunden – einfacher geht es nicht. Außerdem macht es mir Spaß, bei einer Sache, von der ich überzeugt bin, von Anfang an dabei zu sein. Durch die Bilder der anderen Fotografen kommt man natürlich auch auf die eine oder andere neue Idee oder Anregung, wie man etwas anders oder gar überhaupt erst darstellen kann.
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Lieblingsbilder