Frische Chips!
Die Branche der digitalen Fotografie leidet an kränkelnden Chips im Kasten. Sony hat Probleme und das ist gar nicht gut. Wie sehr die Branche von Sony als "Chipschmiede" bei den Bildsensoren abhängig ist, hat sich kürzlich sehr bemerkbar gemacht. In den vergangenen Wochen verging kaum ein Tag, an dem nicht irgendein großer Kamerahersteller eine Rückrufaktion bekannt gab.
Aber auch die Konkurrenz schwächelt, Canon, Fujifilm und Nikon, die auch auf eigene Fabrikationen zurückgreifen können, blieben nicht von der durch Sony verursachten CCD-Fabrikationsfehler-"Epidemie" verschont. Deshalb rücken die "Kleineren" mit neuen Produkten nach.
Gut dreimal größere (6,4 µm) – und demnach auch lichtempfindlichere – Pixel bietet der CMOS-Sensor CYIHDSC9000AA der Firma Cypress Semiconductors. Dieser Bildwandler leistet sich sogar den Luxus, auf Mikrolinsen zu verzichten, da die besondere Architektur des Chips bzw. der Pixelelemente eine solche überflüssig macht und neben einer hohen Rauschfreiheit auch noch für eine besonders gute Dynamik sorgt. Der Cypress-CMOS ist 23,3 x 15,5 mm groß und bringt auf dieser Fläche rund 9 Millionen Pixel (3.710 x 2.434 Pixel) unter.
Auch Sharp legt zu. Beim neuesten Chip von Sharp sind die rund 10 Millionen Pixelelemente (insgesamt 10.548.566 Pixel) nur noch 2,05 µm groß, was nichts Gutes ahnen lässt. Es sei denn, Sharp hätte einen bahnbrechenden neuen Weg gefunden, die Lichtausbeute auf solch kleinen Fotodioden drastisch zu erhöhen
Sehr viel versprechend liest sich auch die XtremePIX-Technologie des amerikanischen Unternehmens Panavision SVI. Hier handelt es sich streng genommen nicht um einen Bildwandler, sondern um eine Technologie, die auf CMOS-Sensoren angewandt werden kann. Panavision beschreibt XtremePIX als Weiterentwicklung der Active-Column-Sensortechnologie (kurz: ACS) und bescheinigt ihr die üblichen Vorzüge wie einen größeren Dynamikumfang, eine hohe Empfindlichkeit bei geringem Rauschen und hohe Packungsdichte (= möglichst viele Pixel auf nicht zu großer Sensorfläche) sowie eine hohe Auflösung.
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Kommentare
Hallo Marcus,
schön dass du die XtremePIX-Technologie hier ansprichst. Ich befasse mich und verfolge schon länger diese Technologie und bin gespannt, die ersten Tests zu lesen bzw. die XtremePIX Karten in ausgereifter Produktion zu sehen.
Geposted von Prozessoren Liebhaber am 00:35, Februar 11 2007
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