Fotolia war auf der Photokina
In Köln findet seit Dienstag wieder die Photokina statt. Internationale Anbieter aus der Imaging-Branche treffen sich hier alljährlich zum Branchen-Stelldichein, um neue Produkte und zukunftsweisende Technologien zu präsentieren. Auf der Photokina stellt sich die gemeinsame Zukunft von Photo, IT und Telekommunikation in gebündelter Form dar. Im Rahmen einer am Imaging-Workflow orientierten Veranstaltungsstruktur werden in allen Hallen der Kölner Messe die Themen Bilderfassung, Bildspeicherung und Bearbeitung, Bildübertragung und Service sowie Bildausgabe, Zubehör und Verbrauchsmaterialien gezeigt. Da durfte Fotolia nicht fehlen. Also fuhren unser CEO Thibaud Elzière und ich am Dienstag nach Köln, um die Lage zu checken.
Jemand der so wie ich zuvor noch nie auf der Photokina war, kann sich das ungefähr so vorstellen: Die Welt der Fotografie in zehn riesige Messehallen gepackt. Kleine Stände von Exporteuren aus China oder Korea, die vorwiegend Billigprodukte anbieten. Hallenfüllende Displays der renommiertesten Kamera-, Objektiv- und Zubehörhersteller der Welt: Nikon, Panasonic, Sony, Olympus, Hasselblad, Zeiss, Sigma, Manfrotto. Aber auch riesige Präsentationen von Adobe, Apple, HP, Scandisk und Kingston auf der digitalen Fraktion. In einer Halle befanden sich nur Herstellern von Bilderrahmen in einer anderen die riesigsten Plotter, die ich jemals gesehen habe. Zwischendrin fanden sich immer wieder fast unbeachtete, von Harwareherstellern, Fotozeitschriften und humanitären Projekten initiierte Fotoausstellungen zu diversen Themen. Berühmte Fotografen beeindrucken auf den Showbühnen ihrer Equipmentausstatter die weniger berühmten Fotografen in erster Linie dadurch, dass sie so agieren und aussehen, wie man sich das für einen berühmten Fotografen so vorstellt. Fotografen fotografieren Fotografen, die Fotografen fotografieren, die eine Kamera fotografieren. Grundsätzlich gab es jedoch zwei Trends zu beobachten: Digitale SLRs und die elektronische Gesichtserkennung
Nach den Superzooms des letzten Jahres kommen jetzt die digitalen Spiegelreflexkameras mit wechselbarem Objektiv und angemessen hoher Pixelleistung groß in Mode und werden dementsprechend von fast allen Herstellern angeboten. Die Olympus E300, die Canon EOS 400D, die Panasonic Lumix FZ50 und die Sony DSLR-A100 fanden viel Beachtung, aber im Bereich ab 1.000 Euro stahl die Nikon D70 allen die Show. Ihre größere Schwester die D80 fungierte als so etwas wie die Königin der Messe und thronte als gigantisches Modell über dem bunten Treiben. Ihre Kamerazofen heißen Olympus E-400 und Canon EOS 450D. Im Bild unser Thibaud Elzière (links) und die D80 (rechts).
Anti-Shake war gestern. Die Kompaktkameraszene feiert heute den Einzug der elektronischen Gesichtserkenung. An den Messeständen von Fujifilm und Canon wurde einem dieses Feature mit der FinePix F31fd und der PowerShot SD800 IS eindrucksvoll demonstriert. Die Kamera merkt sich durch Überprüfen und Speichern typischer Stellen ein Gesicht und zeigt dann alle Bilder, diese Person darstellen. Prima Feature, wenn man eine Kamera mit großem Effekt auf einer Messe oder im Laden präsentieren will. Auch ganz toll, wenn man an Alzheimer leidet und sich die Namen bzw. Gesichter seiner Nächsten nicht mehr merken kann.
Nokia hatten einen riesigen Stand auf dem effektvoll die zwei neuen Kamera- und Videotelefone N73 und N93 demonstriert wurden, die beide über 3,2 Megapixel und ein Carl Zeiss Objektiv verfügen. Die winzigen Kameratelefone waren in professionelle Steadycam-Halterungen eingespannt und ihr Signal wurde wie in einem Profistudio auf Monitore übertragen. In einer anderen Halle zeigten Sony Ericsson ihre Cybershot Modelle K800I, W850I und P990I. Bei Carl Zeiss galt es das größte Teleobjektiv (4/1700) der Welt auf eine Hasselblad gespannt bestaunen. Und erfreulich großen Andrang gab es auch am Stand von Adobe, deren Moderatoren im atemberaubenden Tempo die raffiniertesten Bildbearbeitungstricks erklärten. Doch das Beste habe ich mir für den Schluss aufgehoben Ja, ich habe sie gesehen und sogar in der Hand gehalten! Die Leica M8 ist ein wahrer Schatz und das nicht nur wegen des Preises von € 4.000.
Bilder: Elzière und Frohmann
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Kommentare
Ich war dieses Jahr das erste mal auf der Photokina. Ich muss sagen der Besuch hat sich gelohnt. Falls Ihr das nächste mal auf der Messe seit schaue ich wieder vorbei.
Geposted von Grafiker am 14:55, Oktober 10 2006
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