Digitalfotos online verkaufen

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Was soll denn diese Überschrift? Das ist doch wohl bei einer Bildagentur selbstverständlich? Stimmt, aber hier geht es um das Buch von Martina Berg, welches diesen Titel trägt.

Ich hatte ja im Forum mal behauptet, dass ich viele Bücher zu diesem Thema kenne und seit dem leider nie in einer aktualisierten Neuauflage erschienenen "Geld verdienen mit eigenen Fotos" von Lee Frost nichts wirklich Interessantes und Vernünftiges zu diesem Thema auf den Markt gekommen ist. Wirklich nichts? Doch, es gibt ein Buch, welches ich bisher leider übersehen hatte und welches selbst meinen Ansprüchen gerecht wird, nämlich eben jenes "Digitalfotos online verkaufen" von Frau Berg.


Warum?

Erstmals habe ich den Eindruck, dass hier jemand mit wirklichem Fachwissen und mit praktischen Erfahrungen schreibt und nicht mal schnell einen Euro nebenbei verdienen will.

Das Buch ist übersichtlich gegliedert. Es fängt an mit der Erläuterung, was Microstock ist, worauf man bei seiner Ausrüstung achten sollte, einige Stichwort zur Software und Bildbearbeitung, ohne deshalb wie andere Autoren hier eine Photoshopschulung unterbringen zu wollen. Sehr lesens- und lobenswert der Teil "Rechtliches", der meiner Meinung nach schon alleine das Geld des Buches wert ist.

Auch der Teil "Motiv" und "Motivkategorien" besticht durch seinen Aufbau und anhand der Beispiele mit der Zuordnung zu den Kategorien und Anmerkungen sowie der Beispiele der Verschlagwortung und der Einschätzung der Verkaufschancen. (Erster klitzekleiner Kritikpunkt: Das eine oder andere Bild hätte ich in der Form nicht verwendet, aber das ist natürlich rein subjektiv)

Ebenso der Punkt "Bildqualität prüfen und verbessern". Auch hier wirklich brauchbare Hinweise und Tipps, worauf man achten sollte und was man wie vielleicht noch wie retten kann.

Das Kapitel "Verschlagwortung" ist ebenfalls sehr gelungen- könnte aber bei einer Neuauflage noch etwas ergänzt werden. Trotzdem sind hier wichtige und interessante Hinweise und Beispiele enthalten, die selbst mir, der glaubt, schon alles gesehen und gehört zu haben, noch etwas Neues aufgezeigt haben.

Dann folgt ein konkretes Beispiel, wie man sich bei einer Agentur anmeldet und vorgeht (am Beispiel Fotolia). Anmeldung, Upload, Verschlagwortung und Kategorisierung bis hin zum Auszahlvorgang des verdienten Geldes _ und hier ist der einzige mir aufgefallene Bug des Buches (endlich einen gefunden :-) ) - der ist aber vernachlässigbar - Auszahlungen sind ab 50 Credits möglich und auch immer gebührenfrei)

Den Schluss des Buches bildet eine Übersicht über diverse Bildagenturen mit allen Vor- und Nachteilen und einer persönlichen Einschätzung, was von diesen Agenturen zu halten ist. Hier fehlt mir zwar meine zweit liebste Agentur (natürlich auch wieder total subjektiv), aber auch hier gilt: Das hat jemand aus der Praxis geschrieben.

Fazit: Ein viel zu verstecktes Highlight zu einer interessanten Branche. Ein Buch, welches sich Leute, die mit der Stockfotografie beginnen auf jeden Fall zulegen sollten. Auch Fotografen, die hier schon den Bronzestatus haben, finden hier viele Hinweise, wie sie Ihre Bilder erfolgreicher vermarkten und sogar "alte Hasen" wie ich finden hier noch interessante Hinweise. Im Amazonbewertungsschema gibt das 5 Sterne!
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Geposted von mike am 15:31, Februar 27 2009

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Kommentare

Matina Berg macht echt Super Fotos. Und das Buch ist wirklich ein Kauf wert. Nämlich eben jenes "Digitalfotos online verkaufen"

Geposted von Thorsten am 15:48, März 14 2009

Also, wer ernsthaft Bilder in super Qualität -und nichts anderes nehmen die Fotoagenturen an- geht auf die einzelnen Web- Sites der Agenturen selbst. Dort gibt es ausführliche Hinweise auf die eingeforderte Qualität der Fotos, auf die notwendigen technischen Voraussetzungen und auf die, und das ist eigentlich das Wichtigste überhaupt, noch gesuchten Fotos der einzelnen Fach- und Sachgebiete. Statt sich Bücher zu kaufen sollte man sein Geld lieber in gutes Zubehör stecken.
Hier will anscheinend jemand auf die Schnelle ohne Fotos mal so eben ein paar Euro verdienen. Sei es ihr/ihm gegönnt! keine schlechte Idee!

pixelpaule

Geposted von pixelpaule am 10:55, März 15 2009

danke für den hinweis. werde mir das buch mal zulegen. wie heisst denn deine zweitliebste agentur? (hmm...) ;-)

Geposted von iamphat am 16:07, März 24 2009

Scheinbar wenig Kommentare hier, das sollte geändert werden.

Deshalb: Mir gefallen Eure Fotos, habe auch selbst schon welche gekauft.

Geposted von Uwe am 20:01, März 26 2009

Ein wirklich gelungenes Buch!
Die Motivwahl und ihre Vermarktungschancen top!!

Die Adressen der BAs und ihre Verkaufschancen ersparen viel Mühe.

hjschneider

Geposted von Hans-Joachim Schneider am 14:52, April 3 2009

Ich habe mir das Buch gerade gekauft und bisher nur mal kurz hineingeschnuppert, aber das hier Gesagte scheint wahrlich zu stimmen. Mal schauen, wie es mit der Anwendung in der Praxis klappt.

Geposted von Jürgen am 14:31, April 10 2009

Aufgrund dieses Blogeintrages hab ich mir das Buch gekauft -- was gibt es besseres als Literatur zum Thema zu lesen und sich Tipps und Tricks zu holen.

Aber ungeachtet der Tatsache, dass dieses Buch recht dünn ist, finde ich, wird vor allem viel Platz von Allgemeinplätzen eingenommen.

Außer das Kapitel über rechtliches -- dies ist tatsächlich interessant und extrem lesenswert/wichtig/notwendig zu lesen.

Ich hatte jedoch bspw. Informationen erwartet rund um das Thema "Tagging". Statt Beispielbilder mit Beispieltags zu präsentieren -- ohne darauf einzugehen ob und warum die vergebenen Tags funktionieren -- hätte ich mir mehr Hintergründe gewünscht. Wonach suchen Kunden wirklich? Welche Tags sind obsolet, weil sie so nicht benutzt werden? Wie sieht reales Suchverhalten aus? Oder um es mit Yuri Arcurs Worten zu sagen: "For example people will search for “face” when they are looking for a close-up and not search for “close-up”." Das ist eine Info, die ich gern in Martina Bergs Buch gelesen hätte.

Last but not least -- es wäre wünschenswert gewesen, ihre Erfahrungen mit dem Finanzamt und Steuererklärung zu lesen. Wie man Einnahmen aus deutschen Microstock-Agenturen versteuert ist mir klar. Aber was ist mit den US-Amerikanischen? Was gilt es da zu beachten? Außerdem: Benötigt man ein Gewerbeschein oder reicht es die Tätigkeit als freischaffend zu deklarieren? Etc. pp. Das wäre eine Info die für jeden, der sich mit Microstock beginnt zu beschäftigen von extremer Wichtigkeit ist.

Insg. ist das Buch bestimmt für manchen interessant, der sich mit dem Gedanken Stock trägt und überhaupt keine Ahnung hat, was das ist und wie das funktioniert. Ich hab ~2 Wochen nach meinem ersten Upload in einer Microstockagentur das Buch gelesen und ~50% einfach Überblättert, weil entweder Allgemeinplatz oder hinlänglich bekannt. Sorry, aber ich fand das Buch nicht so prickelnd.

Geposted von Alexander Zschach am 18:19, April 15 2009

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