Amir Kaljikovic
Endlich haben wir mal wieder einen Stockstar, und auch noch einen von enormen Format. Natürlich handelt es sich wieder einmal um einen, der in Östereicher wohnt, was ein Garant für Kreativität zu sein scheint. Wer ab und zu im Forum oder Blog unterwegs ist, kennt Amir schon. Er ist einer unserer erfolgreichsten Newcomer und hat sich in kürzester Zeit einen Ruf als hervorragender Beauty-Fotograf verschafft. Eines seiner Bilder hat es letzte Woche sogar auf die Startseite geschafft. Aber Amir kann nicht nur fotografieren, sondern auch noch programmieren, mit seiner Nettigkeit imponieren und durch einen tollen Text brillieren. Amir schreibt:
Ich wurde am 20.01.1983 in Bihac, Bosnien geboren und bin
mit 10 Jahren nach Österreich übersiedelt, wo ich heute noch lebe. Genauer gesagt in Salzburg. Hauptberuflich arbeite ich als Softwareengineer bei der Porsche Informatik GmbH. Hobbys gibt’s wenige, da Fotografie alles ausfüllt. Wenn doch Zeit bleibt, dann Inlineskaten, Dart, und Webdesign.
Die Fotografie war für mich immer ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, weil es die einzige Verbindung zu meiner Vergangenheit war. Während des Bürgerkriegs am Balkan musste ich meine Heimat im Alter von zehn Jahren verlassen und damit auch alles was mir lieb und teuer war. Mit zehn Jahren hat man noch nicht die Vernunft eines Erwachsenen und sieht auch die Kriegssituation etwas anders. Ich habe die Nächte in einem fremden Land (Österreich) durch geweint und wollte nur zurück nach Hause, zu meinen Freunden.
Ich sprach zu jener Zeit kein Wort Deutsch und kannte niemanden, außer meiner Familie. Fotos stellten die einzigen Zeugen meiner Kindheit und die einzige Verbindung zu meinen Freunden dar. Es dauerte über fünf Jahre, bis wir wieder nach Bosnien fahren konnten.
Es hatte sich aber alles verändert, meine Freunde waren inzwischen erwachen, und ich musste alle wieder von Neuem kennen lernen. Meistens verbrachte ich meine Ferien in Bosnien, und wenn ich wieder nach Österreich zurück kehrte, brachte ich jedesmal einen Haufen verschossener Filme mit.
Viele Jahre später, inzwischen Ingenieur für Informatik und angestellt in einem der größten Softwareunternehmen in Österreich (Porsche Informatik) verlor die Fotografie etwas an Bedeutung. Internet, SMS und Handys erleichterten den Kontakt, so dass die Freunde eigentlich immer präsent waren.
Von meinem ersten Urlaubsgeld kaufte ich mir eine kleine digitale Kamera um einfach weiter meine Freunde fotografieren zu können. Ich fing an immer mehr zu fotografieren und die Menschen aus meiner Umgebung wurden auf meine Werke aufmerksam. Durch positive Kritik und viel Lob wurde mein Interesse an der Fotografie dann erst richtig geweckt und ich kaufte mir die ersten Bücher zu diesem Thema. Bald aber überstieg mein theoretisches Wissen die Möglichkeiten der kleinen Digiknipse und ich kaufte mir eine gebrauchte, analoge Canon 500. Das machte richtig Spaß und die ersten tollen Ergebnisse entstanden.
Da aus dem Interesse zur Fotografie eine Leidenschaft geworden war, überstiegen die Kosten für Filme und Entwicklung bald meinen finanziellen Spielraum. Zu dieser Zeit kam die Canon EOS 300D heraus und mit dieser DSLR ausgerüstet startete ich erst richtig durch.
Angespornt von immer mehr Lob und konstruktiver Kritik wuchs meine Liebe zur Fotografie stetig und dementsprechend auch das Interesse an Fortbildung. Mittlerweile kann ich um die 50 Fotobücher mein Eigen nennen und habe über zwei Jahre mit meiner 20D fotografiert.
Als logische Konsequenz auf die Entwicklung habe ich mir gerade eine 1D MK II zugelegt und jeder Euro wird in die Fotografie investiert.
Von der Sport- und Naturfotografie ausgehend hat sich mein Schwerpunkt inzwischen fast gänzlich zur People/Beauty-Fotografie verlagert und meine Träume gehen nun in diese Richtung. Als großes Ziel habe ich mir Magazine in der Art von Vogue vorgenommen, mein ganze Streben geht in diese Richtung. In nächster Zeit möchte ich sämtliche in Österreich vorgeschriebenen Befähigungsprüfungen für den Fotografenberuf absolvieren und als gelernter Fotograf meinen weiteren Weg bestreiten.
Equipment:
Durch die erste analoge Canon EOS 500 mit zwei Objektiven war mein Weg als Canonier vorbestimmt. Über die 300D zur 20D und seit wenigen Tagen eine 1D Mark II. Meine Objektive decken den Bereich von 17mm bis 200mm und mehr brauche ich nicht. Meine Lieblingsoptik ist das Canon 50mm 1:1,4. Nächste Anschaffung wird das Canon 135mm 1:2 L sein.
Ich muss mich bei meiner Firma (Porsche Holding/Porsche Informatik) bedanken, die mir die Räumlichkeiten für ein kleines Studio zur Verfügung gestellt hat. Somit bin ich mit allem ausgerüstet was ich für meine Bedürfnisse brauche. Qualitativ muss alles aufgewertet werden, aber ich bin noch jung und mit der Zeit wird sich das ergeben.
Fotolia:
Zu Fotolia kam ich durch einen Zufall. Da mich Stockfotografie zu interessieren anfing, kaufte ich mir wieder ein Buch zu diesem Thema.
Dort wurden ein paar Agenturen genannt. Als ich mich umschauen wollte kam ich dann über Google zu Fotolia. Ich meldete mich an und das war's. Erst Monate später entschied ich mich, meine Fotos anzubieten, sie könnten ja vielleicht jemanden interessieren. Nach wenigen Tagen und wenigen Verkäufen kam ein entscheidender Fotoverkauf, der mich absolut für Fotolia begeisterte und der Auslöser für meine Stock Karriere wurde. Penthouse Germany kaufte eines meiner Bilder!
Von da an begann ein Umdenkprozess, was die Fotografie angeht. Bei meinen Fotosessions habe ich stets mögliche Einsatzgebiete im Kopf und richte die Fotos gezielt auf den Stockmarkt aus.
Fotolia hat so ihre Ecken und Kanten, aber mit der Zeit lernt man, sie zu lieben. Ich biete 98% meiner Fotos bei Fotolia exklusiv an, da sie für mich die übersichtlichste und komfortabelste Agentur ist. Mit der Fotolia V2 - denke ich - steht der Weltmarkt wirklich offen und viel mehr Käufer werden erreicht. Die kleine aber feine Community (Forum) ist auch ein Grund, warum ich täglich zu Fotolia schaue. Auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt (z.B. so manche Fotobewertung) bleibt Fotolia für mich Nummer eins und ich hoffe, dass auch ich dazu beitragen kann, sie im Stockmarkt zur Nummer Eins zu machen.
Lieblingsbilder:
Ich habe hier drei Fotos ausgewählt, die in gewisser Weise meine Entwicklung widerspiegeln. Für mich haben die Fotos insofern große Bedeutung, da sie zeigen, wie ich mich als Fotograf entwickelt habe und in welche Richtung meine Fotografie geht.
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Diese Foto ist als Zufallsprodukt während eines Fotoshootings am See entstanden und sorgte für großes Aufsehen.
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Später zog es mich immer mehr zum Sport, was ich heute noch als Ausgleich sehe. Sport zu fotografieren, heißt für mich sich mit der Sportart zu identifizieren und das Geschehen „vorhersehen“ zu können.
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Letztendlich ging meine Entwicklung in den Bereich People/Beauty über und da möchte ich noch einiges erreichen.
Hier geht es zu Amir Kaljikovics Portfolio
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Kommentare
Hallo Amir!
Das freut mich, dass Du endlich in den Stockstars auftauchst, verdient hast Du es schon lange. In diesem Sinne: herzlichen Glückwunsch aus Berlin!
bekennender Fan Deiner Bilder
Meikel
Geposted von Meikel am 21:23, September 4 2007
Super Typ! Viel Erfolg!
Geposted von webdesign am 23:07, September 6 2007
Sehr schöne Bilder, weiter so!
Geposted von Andy Warhol am 15:48, September 18 2007
Jetzt hab ich ihn auch entdeckt den Artikel! WOW - ich bin beeindruckt! Und wie emotionell du dich beschreibst, da bekommt man glatt Gänsehaut wenn man das so liest.
Kannst stolz auf dich sein.
Weiter so und irgendwann... das dauert nicht mehr lange!
Ich wünsch dir weiterhin nur das Beste und alles Glück der Welt!
Deine Steffie
Geposted von Steffie am 18:55, Oktober 14 2007
Hi Amir,
bin der Adnan,auch aus Bihac.studiere in Graz BWL an der KF Uni Graz.wollte sagen dass deinme Fotos sehr gut sind!!(meiner Meinung nach).hast du eigens Blog??bin ein Blogscout bei einem Projekt der Uni Graz und Schauspielhaus Graz!!
melde dich wenn du interessante Blogs vorschlagen würdets??
Geposted von Adnan am 14:42, Oktober 23 2007
Ihr Kommentar
Falls dieses Ihr erster Kommentar sein sollte, muss er vor der Veröffentlichung von Fotolia freigegeben werden. Vielen Dank für Ihre Geduld.
