Giordano Aita (36) ist ein Digital Künstler aus Brescia, Italien. Gio arbeiet seit Ende 2006 mit Fotolia zusammen und hat den Gold-Status inne. Im Interview gibt er uns Einblicke in seine Arbeitsweise, Auskunft über seine Erfahrungen mit Fotolia und eine seine allgemein.

Gio, wie bist du zur digitalen Bildgestaltung gekommen?
Ich kann nicht mehr genau nachvollziehen, wann exakt diese Leidenschaft entstanden ist oder wie es dazu kam. Es war jedenfalls keine plötzliche Eingebung oder ein spezieller Moment an dem ich mir sagte: „Zeit für etwas Neues“ – es hat sich einfach Schritt für Schritt entwickelt. Um die Leidenschaft mit einer Metapher zu erklären: Es ist wie ein stetig ansteigender Pfad nach oben. Wie beim Bergsteigen, kommt es immer auf den nächsten Schritt an und die Erkenntnis, dass keine der Stufen zu hoch oder unerreichbar ist.
Mein erster Computer war ein Amiga – ich kann mich nicht mal mehr an das Modell erinnern – mit einem 5“ Floppy-Disk-Laufwerk. Damals habe ich mit dem seinerzeit ersten verfügbaren Grafik-Programm herumgespielt und experimentiert. Ich habe drei Jahre lang Grafik-Design studiert, allerdings bereits zu Beginn der digitalen Ära und der einzige Weg voranzukommen war das Selbststudium. Digitales Design ist ein sehr schnelllebiges Gebiet und lässt vielfältiges Experimentieren zu, da will man sich stetig weiter entwickeln.
Heutzutage produziere ich grafische Arbeiten für internationale Kunden und für den Microstock-Markt Fotografien, speziell aber 3D-Designs und Videos.
Wie lange bietest du schon deine Werke bei Fotolia an? Warum Fotolia?
Ich bin seit August 2006 bei Fotolia. Fotolia war meine erste Wahl als ich damit begann, meine Arbeiten lizenzfrei auf dem Markt anzubieten.
Als absoluter Neuling auf dem Gebiet empfand ich die Struktur, die Informationen und die Funktionen von Fotolia als sehr eingängig und unkompliziert, verglichen mit anderen Anbietern. Innerhalb kürzester Zeit wurden meine ersten Bilder in die Datenbank aufgenommen und es ging direkt mit den ersten Verkäufen los. Das hat mich natürlich angespornt weiter zu machen und mehr Dateien bei Fotolia hochzuladen.
Nachdem du nun mehrere Jahre dabei bist, was siehst du den Microstock-Markt heute? Wie beurteilst du die Entwicklung des Marktes als Künstler, der bei verschiedenen Anbietern vertreten ist?
Ich denke es ist ein solider und wachsender Markt. Ich glaube nicht an das Szenario an dem dieser Markt einen natürlichen Sättigungszustand erreicht, an dem sich die Nachfrage und das Angebot nicht weiter entwickeln; an einen oberen Totpunkt, an eine derartige Stagnation ebenfalls nicht. Im Gegenteil, die Entwicklung ist permanent erlebbar. Die Trends, Themen und Stile ändern sich stetig und der Alltag entwickelt neue Themen, die wiederum Werkzeuge und Techniken der Inspiration für neue Konzepten werden und zum Ausdruck kommen. Neue Werkzeuge und Techniken multiplizieren das Potential ihrerseits. Ergo steigt die Qualität steigt. Meiner Ansicht nach ist Qualität der Schlüsselfaktor, der auf dem Microstock-Markt zum Erfolg führt.
Was inspiriert dich persönlich und was ist dein Erfolgsrezept?
Ich lasse mich inspirieren von all dem, was mich umgibt: Ein vermeintlich gewöhnlicher Gegenstand, genauso wie die Atmosphäre hervorgerufen von einem guten Buch, die neuesten Nachrichten oder auch Sätze, die während einer Unterhaltung fallen. Wir sind täglich von Bildern und Botschaften umgeben – man muss sie nur einfangen und die zugrunde liegenden Konzepte zur bestmöglichen Repräsentation weiter entwickeln.
Was zählt ist am Ball zu bleiben, neue Trends zu erkennen und zu antizipieren, was Bildkäufer benötigen und wonach sie suchen.
Ich glaube meine guten Verkäufe hängen zusammen mit der thematischen und auch technischen „Vielfalt“ meines Portfolios.

Wie viel Zeit investierst du durchschnittlich in die Produktion für Microstock? Kannst du etwas über deine Arbeitsmethoden verraten?

Das ist unterschiedlich. Mal benötige ich mehr und mal weniger Zeit für meine Produktionen. Es gibt Zeiten, da werde mit Kundenaufträgen zugeschüttet; dann gibt es Phasen in denen ich mich wochenlang ausschließlich um die Produktion für Microstock beschäftigen kann. Mein Ziel ist es, mehr Zeit für Microstock zur Verfügung zu haben.
Bei der Kreation meiner Bilder wende ich zwei Methoden an: Ich arbeite entweder konzeptionell, d.h. ich entwerfe ich ein abstraktes Konzept und entwickle darauf basierend ein Bild oder ich habe bereits ein Bild – meist eine Fotografie – und baue darauf ein Konzept auf. Bei der Umsetzung halten sich alle Elemente die Waage: das Shooting und die Nachbearbeitung, das eigentliche Foto und die 3D-Kreation. Das wichtigste ist dabei immer das Bild als Endresultat und das Gefühl, das es vermittelt.
Seit kurzem experimentiere ich übrigens mit Videos.
Welche Tipps kannst du anderen Fotolia Kontributoren geben?
Steigere stetig dein Können und sei geduldig und ausdauernd. Lasst euch von Künstlern inspirieren, die besser sind als ihr, aber fragt nicht zu oft nach Urteilen und dem Rat Dritter. Setzt euch selbst hohe Ziele, steckt sie mit jedem Mal höher und bleibt am Ball. Wer das befolgt, kann eigentlich nichts verkehrt machen. Nur dann wird man durch bessere Ergebnisse belohnt werden!
Welches Equipment und welche Software nutz du für deine Produktionen?
Ich fotografiere mit einer Canon 30D und verschiedenen Objektiven – von 10/20 bis 300. Für 3D verwende ich 3dsMax.
Für die Nachbearbeitung und fürs Zeichnen nutze ich primär Photoshop, Illustrator und AfterEffects, für Videos AfterEffects und FinalCut.
Wir bedanken uns herzlich für das Interview und wünschen Gio weiterhin viel Erfolg!
Besuchen Sie das Fotolia-Portfolio und die Website von Giordano Aita: www.giordanoaita.com