Amir Kaljikovic ist einer der bestverkaufenden Kontributoren auf Fotolia überhaupt. Eigentlich ist er Software-Engineer und lebt in Salzburg. Amir ist Autodidakt, er hat sich das Fotografieren selbst beigebracht und sich im Lauf seiner Karriere permanent weitergebildet und an seiner Technik und der Qualität seiner Bilder gearbeitet. Seine Bilder haben den Schwerpunkt People, Lifestyle & Beauty. Amir’s Fotolia Karriere begann 2006. Amir ist exklusiver Fotolia-Künstler, hat inzwischen über 26.000 Bilder verkauft und den Gold-Rang erreicht.


Wann hast du mit der Fotografie begonnen?
2003 habe ich mir meine erste kompakte Digitalkamera gekauft. Ich habe zuerst alles Mögliche ausprobiert: Landschaftsfotos, Stillleben und Sportfotos auf Footballspielen, auf Rallyes und beim Motocross. Ich startete für das Nightlife-Portal Eventshooters (später Nightshoots) zu fotografieren. Dann wollte ich mich weiterbilden und habe mir erste Fotobücher gekauft. Ich war hungrig, saugte alles in mich auf und habe dann angefangen meine ersten eigenen Fashion / Beauty Shootings mit Models aus meinem Bekanntenkreis zu organisieren. Von Anfang an habe ich dabei viel Wert auf natürliche Schönheit und den „Girl Next Door“ Look gelegt.
Seit wann verkaufst du deine Fotos?
2006 habe ich beim Surfen im Netz über Microstock-Fotografie gelesen. Das hat mich sehr interessiert und ich begann mich zu informieren, habe im Web recherchiert und mir ein Buch zum Thema gekauft. Die Vorstellung, mit meinen eigenen Bildern Geld zu verdienen hat mich sehr begeistert. Zunächst habe ich einige Bilder aus meinem Archiv auf verschiedenen Microstock-Portalen angeboten. Im Zuge dessen habe ich eben auch Fotolia kennengelernt und beliefert. Ich habe sehr bald festgestellt, dass sich meine Bilder auf Fotolia wesentlich besser verkaufen als auf anderen Portalen. Mein zweiter Verkauf auf Fotolia überhaupt ging an das deutsche Penthouse Magazin! Diese Erfahrung hat mich angespornt, mehr Bilder gezielt und exklusiv für Fotolia zu produzieren. So kam eins zum andern.
Wie kam es zu deiner Spezialisierung auf People, Beauty und Lifestyle?
Anfang 2007 bewarb sich ein Model bei mir. Zunächst war ich ehrlich gesagt skeptisch, doch die beim Shooting entstandenen Bilder entwickelten sich schnell zu Bestsellern auf Fotolia. Diese etwa 25 Motive haben sich bis heute über 1.000 mal verkauft. Ich habe noch eine Zeit lang mit verschiedenen Themen experimentiert, jedoch schnell festgestellt, dass meine Bilder im Bereich Beauty / Lifestyle am gefragtesten waren und mich dann voll darauf konzentriert.
Du bist exklusiver Künstler bei Fotolia. Warum?
Ich fühle mich hier am besten aufgehoben und weil ich sehr großes Wachstumspotential sehe. Und meine Zahlen bestätigen mich darin.
Was ist dein Erfolgsrezept? Wodurch lässt du dich inspirieren?
Für meine Shootings lasse ich mich von der Werbung in Magazinen oder Medien allgemein inspirieren. Mein Erfolgsrezept ist wahrscheinlich meine Kombination aus Lifestyle und Freude. Ich mag und produziere positive Bilder von gut aussehenden und fröhlichen Menschen mit starker, natürlicher Ausstrahlung.
Wie viel Zeit und Aufwand widmest du der Fotografie?
Die Shootings und die Bildbearbeitung beanspruchen inzwischen fast meine komplette Freizeit. Meine Einkünfte aus dem Verkauf der Bilder gehen mittlerweile weit über ein Taschengeld hinaus. Einen Großteil investiere ich daher in neue Ausrüstung. Inzwischen laufen Shootings immer professioneller ab. Am Anfang war ich alleine am Set, inzwischen aber gehören Assistent und Visagistin zu meiner festen Crew. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn mittlerweile bin ich im Ranking auf der Stufe „Gold“ angekommen und alleine mein Motiv #7510786 („gratulation“) wurde über 1.100 mal lizenziert.
Ich könnte mir auch vorstellen, irgendwann nur noch zu fotografieren. Zurzeit möchte ich aber nicht daran denken, meinen regulären Job für die Fotografie aufzugeben.
Welche Tipps kannst du der Fotolia-Community geben?
Einfach mal ausprobieren was geht. Testshootings machen und abwarten, welche Bilder sich gut verkaufen. Mit diesen Erfahrungen dann aufwendigere Shootings in der entsprechenden Richtung machen.
Wenn neue Bilder abgelehnt werden hat das professionelle und nie persönliche Gründe. Statt sich frustrieren zu lassen – Selbstkritik üben, an der Qualität arbeiten und die Motive überdenken. Ich habe heute eine Annahmequote von 99% meiner Bilder – das war nicht von Anfang an so.
Und Sex verkauft nicht immer! Models sollten attraktiv, aber nicht zu erotisch sein oder zu viel Haut zeigen. Das schmälert die Verkaufschancen, denn die Käufer kaufen ja meist nicht für sich privat, sondern für den Einsatz in der Redaktion oder in der Werbung. Das „Girl Next Door“ Prinzip funktioniert bei Microstock besser als das professionelle Model, das gelernt hat niemals zu lächeln.
Welches Equipment setzt du ein?
Ich fotografiere mit der Canon 5D Mark II und der Canon 1Ds Mark II und habe mehrere Objektive aus der Canon L-Serie. Meine Lieblingsoptik ist die Canon 85mm 1:1,2 L. Aber ich träume von einer Hasselblad. Im Studio nutze ich u.a. fünf Elinchrom Studioblitze, diverse Lichtformer, Stative und jede Menge sonstiges Zubehör. Ach ja, und ich bin ein Mac.
Amirs‘s Portfolio auf Fotolia ansehen: http://de.fotolia.com/tiny/amirkaljikovic