Community-Beitrag: Claudia Paulussen's Workshop Review
"Super klasse!"“ – Persönlicher Bericht einer überglücklichen Teilnehmerin des Fotolia Foto-Workshops mit Yuri Arcurs vom 6.12.08 in Berlin.
Es ist tatsächlich noch keine 14 Tage her und Ihr habt schon soviel von dem Workshop gehört und gesehen, so dass sich mein Bericht ja quasi erübrigt, aber ich bin mal nicht so - versprochen ist versprochen.
Ich bin heute mit meinen letzten Bildern fertig geworden,
es war viel Arbeit. Der eine oder andere war da sehr viel schneller als ich, aber wer am Anfang nicht alles richtig macht, der sitzt später eben länger dran (Smile).
Also gut, hier nun mein Bericht: "Super klasse"
Okay, ein bisschen ausführlicher kann ich schon noch werden: In den anderen Berichten könnt Ihr alles nachlesen über Weißabgleich und Belichtung, etc. Ihr wisst wohl auch schon, dass es mit dem Blitzen ein wenig wild daher ging. Also erzähle ich einfach hier mal was ich aus dem Workshop gelernt habe und wie ich mich jetzt auf mein eigenes Shooting vorbereiten werde.
“Arbeiten nach Plan“
Yuri ist ein ganz hervorragender Fotograf und als ich Ihn beim Fotolia-Workshop kennen lernte, da wusste der Mann schon genau was er heute fotografieren würde, ganz im Gegensatz zu mir, offensichtlich. Was er hatte und ich nicht, das war, unabhängig von 1000 anderen Dingen natürlich, ein perfekt durchdachtes Konzept.
Ja, das kenne ich ja schon von meiner Arbeit als Kameraassistentin. Je besser man vorher alles plant, umso besser weiß man nachher was man eigentlich will. Man braucht ein Ziel vor Augen, aber ich schweife ab.
“Ready to shoot“
Für mich als Workshop-Teilnehmerin fand ich alles "angerichtet" vor: die Models waren gecastet, die Location gebucht, das Licht stand und auch das Outfit und das Make-up waren fertig und sahen gut aus. Brauch ich nur noch Knopf drücken!
“More drama“
Die Ohrringe und Pearcings waren entfernt, das Make-up sehr dezent, die Haare gestyled und die Klamotten alle neu und die Lables entfernt, soweit ich das erkennen konnte.
Soviel zu den Models.
“Die Basics“
Es gab eine kurze Einleitung in die Lichtgestaltung, in meinen Augen genau so wichtig wie Models und Make-up, aber am Ende ist das Thema doch zu Umfangreich um an einem Tag genauer drauf einzugehen. Außerdem muss ich gestehen ist das mein "Steckenpferd". Ich habe viele Jahre als Beleuchterin gearbeitet und spiele gerne das Spiel: "Ich sehe was, was du nicht siehst!" Doch meistens sehen es die Kunden auch nicht und ich verheddere mich nur wieder in Details.
“Mittendrin“
Yuri hat also das Licht aufgebaut
und ein paar Stunden später erwische ich mich dabei, wie ich alles ignoriere und wild mit den Anderen um die Wette fotografiere. Es waren also nicht nur die Blitze die auf Grund von Überlastung manchmal nicht mehr konnten, sonder es standen auch die Models nicht mehr da wo das Licht war oder bekamen ein Lämpchen direkt mal von der Seite gebrezelt. In Anbetracht dessen das die Klamotten aber schon auf halb Acht hingen und das Make-up abblätterte und die Frisur eine Eigendynamik entwickelt hatte befand ich das Licht als nicht mehr so beachtenswert und dachte an meine Bildbearbeitungsraubkopie.
“Nachbearbeitung muss sein“
Habt Ihr schon mal versucht am Computer eine Frisur wieder hin zu biegen? Geschweige denn sich an eine Über- oder Unterbelichtungen zu schaffen zu machen, da ist ja so ein schicker Kopfaustausch noch ein Kinderspiel dagegen.
“Der Lohn aller Mühen“
Na am Ende hab ich ja ein paar nette Fotos dabei gehabt und was noch viel wichtiger ist, eine gehörige Portion Enthusiasmus.
(Anm. d. Red: Da untertreibt jemand gehörig. Noch mehr tolle Fotos von Claudia Paulussen vom Shooting findet Ihr in Ihrem Fortfolio.
Es gibt nun eine Menge Magazine in meiner Wohnung, die alle ein wenig zerfleddert sind, weil ich Bilder ausschneide die mir gefallen und mich inspirieren. "Inspirieren", ich will nicht sagen, dass ich sie "kopieren" möchte, es sei denn, es geht nicht anders (Smile)
Ach am liebsten möchte ich auch so ein tolles Studio mieten und dazu die Models und die Klamotten, etc. Doch die Fragen am Ende bleiben: Lohnt sich der Aufwand? Bekomme ich wirklich mein Geld wieder heraus? Oder verdiene etwas dabei? Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr komme ich wieder zum Anfang meines Berichtes. Das wichtigste ist ein gutes Konzept. Wenn man das hat, dann kann man es vielleicht auch mit seinen Freunden in einem zum Studio umgebauten Wohnzimmer versuchen. So, erzählt Yuri, hat er auch angefangen.
Bis dann,
Claudia.
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Kommentare
Hallo!
Ich glaube gerne, dass da eine am Anfang stehende Fotografin vor Ehrfurcht in die Knie geht und die Begeisterung keine Grenze kennt. Aber von wegen: Ein Studio samt moderner Blitzanlage zu mieten, Make up und hair mit Fachleuten zu stylen, die Kleidung auszuwählen, sich dann noch alle Rechte von den Models zu besorgen und zu meinen, dass diese Kosten bei den angebotenen Microhonoraren wieder hereinkomman - muss eine Illusion bleiben! Das funktioniert nur, wenn ohnehin z.B. für einen Katalog für ordentliches Honorar fotografiert wird, dann die Labels herausretuschiert werden usw. Und das ist ebenfalls fraglich, weil ja bedeutender Zeitaufwand dahinter steckt. Diese Meinung von einem, der aus Erfahrung spricht!
Gerhard Sokol
Geposted von gerhard Sokol am 12:00, Dezember 24 2008
Vielen Dank für deinen Beitrag zum Workshop. Ich denke er zeigt schön, dass ein Workshop die ideale Umgebung ist in den Ablauf eines professionellen Shootings hineinzuschnuppern, aber die eigentliche Arbeit fängt danach an, wenn man gesehenes versucht auf das eigene Arbeiten umzumüntzen.
Lieben Gruss
der
WooN
Geposted von WooN am 02:12, Dezember 27 2008
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